Die „Acht“ zwischen Main und Tauber
Auf dem Fränkischen Rad-Achter
durch das „goldige“ Weinland


Würzburg – Universitätsstadt; Festung Marienberg; Würzburger Residenz; Staatsgalerie; Höfe und Bürgerhäuser.
Lohr – Altes Rathaus (16 Jh.); Lohrer Schloss (15.-17. Jh.); historisches Fischerviertel; Altstadt mit vielen Fachwerkbauten.
Marktheidenfeld – Franck-Haus (1745); Alte Mainbrücke aus roten Sandsteinquadern; historische Fachwerkhäuser.
Wertheim – Burg Wertheim; mittelalterliche Gassen; Glasmuseum.
Miltenberg – historischer Marktplatz - das „Schnatterloch“; Hotel Zum Riesen – evtl. das älteste Gasthaus Deutschlands.
Tauberbischofsheim – zahlreiche Renaissance-Häuser; Kurmainzisches Schloss.
Bad Mergentheim – Marktplatz mit „Zwillingshäusern“; Münster St. Johannes Baptist; Deutschordensmuseum.
Ochsenfurt – Neues Rathaus (1497); Stadtmauer und -türme (14 Jh.); Glockenturm.
Karlstadt - romanisch-gotischer "Kleinstadtdom" St. Andreas; Rathaus (1422); kunstvolle Fachwerkfassaden.
Sie können auch eine Kurztour auf dem Ostring des Fränkischen Rad-Achters buchen: OST-RING

Der Main-Tauber-Fränkische Rad-Achter,

mit einer Länge von ca. 390 km, ist einer der schönsten Radrundtouren in Deutschland. Im Herzen des bayrischen Franken ergeben zwei große Rundkurse eine "Acht" - eine Kombination aus Natur, Erlebnis, Kunst und Romantik.
Diese Radtour führt Sie entlang der Flüsse Main und Tauber sowie durch die Ausläufer des Odenwaldes zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Tauber- und Main-Fränkischen Landschaft. Sie begegnen auf Ihrer Tour einer Vielzahl von Fachwerkstädtchen, Burgen, Schlössern und Klöstern.

Auf unserer Kurztour,

dem östlichen Teil der "Acht", erleben und besuchen Sie u. a. die Residenzstadt Würzburg, Ochsenfurt, Bad Mergentheim, Tauberbischofsheim, Wertheim, Marktheidenfeld, Lohr, Gemünden und Karlstadt. Der westliche Rundkurs führt Sie über Miltenberg, Amorbach, Buchen und Boxberg. Beide Rundkurse können zum Fränkischen Rad-Achter, der Gesamttour, miteinander verknüpft werden. Alle Orte haben ihren eigenen Reiz und locken mit umfassender Gastfreund-schaft. Tagsüber werden Sie die Landschaft und die Sehenswürdigkeiten genießen und abends die kulinarischen Höhepunkte, u.a. die bekannten Bocksbeutelweine. Winzer produzieren in beiden Flusstälern hervorragende Weine. Lassen Sie sich verwöhnen!

Reiseverlauf - Gesamttour - Radeln OHNE Gepäck!

1. Tag: Anreise nach Lauda-Königshofen

Gern buchen wir Ihnen zusätzliche Übernachtungen, wenn Sie vor Ihrem Tourenstart noch auf Entdeckungstour radeln möchten. Quartier in Lauda-Königshofen, Parkplatz für Gäste die per PKW anreisen und Bahnanschluss für Bahnreisende vorhanden.

2. Tag: Lauda-Königshofen – Buchen - ca. 50 km

Ihre Radreise beginnt im schönen Taubertal und Sie folgen dem Westring des Rad-Achters. Nach kurzer Zeit erreichen Sie Unterschüpf mit dem ehemaligen Wasserschloss sowie den Ort Boxberg, der eingebettet im Umpfertal und Schüpfer Grund liegt und dessen Umgebung als das Ernteland des Grünkerns (Dinkels) gilt. Genießen Sie die die Gaumenfreuden des Grünkerns! Malerische und zum Teil sehr alte Fachwerkhäuser, Burgruinen, Bildstöcke, Kirchen und Naturdenkmäler zeugen von der traditions- und kulturreichen Geschichte des badisch-fränkischen Landstrichs. Auf jeden Fall sollten Sie den "Dom des Frankenlandes" in Wölchingen besuchen. Über Rosenberg durch das schöne Kirnautal empfehlen wir Ihnen einen Abstecher nach Osterburken. Eindrucksvoll ragen Mauerreste des Limes-Kastells, stellenweise mehr als 2 m hoch, über die Erde. Hier verteidigten einst die Römer die Grenze ihres Reichs, die damals das römische Reich bis zur Elbe hin ausdehnen wollten. Auch die Tropfsteinhöhle Eberstadt (Karsthöhle, die durch die Erosionswirkung des Wassers in Muschelkalk entstand) mit ihrem reichen Tropfsteinschmuck ist einen Besuch wert. Der Ort Buchen ist Mittelpunkt des "Madonnenländchens" (Volksmund), jener Landschaft, die ihren Namen den zahlreichen Madonnen und religiösen Kleindenkmalen an Häusern und Wegen verdankt. Quartier in Buchen.

3. Tag: Buchen - Collenberg - ca. 45 km

Sie radeln weiter durch das unter Landschaftsschutz stehende Morretal nach Hettigenbeuern, das von mächtigen Tabakscheunen und dem mittelalterlichen "Götzenturm" im Kurpark geprägt ist. Sie verlassen den badischen Landesteil, erreichen bayerisches Gebiet und kommen in die liebenswerte Barockstadt Amorbach – ein "Schmuckkästchen" der Architektur. Die unter Denkmalschutz stehende Altstadt bietet Ihnen verwinkelte Gassen mit Kopfsteinpflaster, Fachwerkhäuser, ein historisches Rathaus und sehenswerte Kirchen. Über Weilbach und Breitendiel erreichen Sie Miltenberg am Main. Seine historische Altstadt lockt mit dem bekannten Marktplatz "Schnatterloch" und dem Hotel "Riesen" (älteste Fürstenherberge Deutschlands) zum Verbleiben. Auf dem Maintal-Radweg geht es weiter nach Freudenberg, wo wir Ihnen eine Besichtigung des Fachwerk-Rathauses im Renaissancestil und der Friedhofskapelle mit Wandmalereien empfehlen. Ein schön gelegener Natursee lädt Sie kurz vor Ihrem Etappenziel zum Baden ein. Der Ort Collenberg mit seiner Collenburg ist in der wunderschönen Landschaft am Rande des Südspessarts gelegen. Quartier in Collenberg.

4. Tag: Collenberg - Tauberbischofsheim - ca. 45 km

Auf dieser Tour ist anfangs noch der Main Ihr Wegbegleiter und führt Sie über Stadtprozelten - wo schon von weitem die Henneburg grüßt (wir empfehlen Ihnen hinauf zuwandern und den herrlichen Maintalblick zu genießen!) - sowie Bestenheid nach Wertheim. In Wertheim erreichen Sie die Mündung der Tauber in den Main. Im Ort ist kulturelles Mittelalter überall gegenwärtig. Die Burg, ihr zu Füßen die historische Altstadt, die Marienkapelle, das Kittsteintor und der Engelsbrunnen. So wie sich die Tauber durch das Taubertal schlängelt, führt Sie der Radweg weiter flussaufwärts durch eine bunte, anmutige Landschaft zwischen Reben und Streuobstwiesen. In Reicholzheim können Sie der badisch-fränkischen Winzergenossenschaft (Tauberfränkischer Bocksbeutelkeller) einen Besuch abstatten und ein paar Kilometer weiter sollten Sie einen Halt beim Kloster Bronnbach (ehemalige Zisterzienserabtei, gegründet 1151) einplanen. Über die Orte Camburg, Niklashausen und Hochhausen kommen Sie nach Tauberbischofsheim - die Stadt, die als Fechterhochburg internationalen Ruf erlangt hat. Hier stechen die Zeugen der über 1200-jährigen Geschichte der Taubermetropole ins Auge. Suchen Sie die versteckten, stillen Winkel rund um die Stadtkirche St. Martin und das Kurmainzische Schloss und richten Sie den Blick aufs Detail! So manche stolze Bürgerhäuser bergen ein unerwartetes Kleinod in den Fassaden. Quartier in Tauberbischofsheim.

5. Tag: Tauberbischofsheim - Tauberrettersheim - ca. 46 km

Sie sind auf dem Weg zum Endpunkt des Westringes und zum Startpunkt des Ostringes des Main-Tauber-Fränkischen Rad-Achters in Lauda-Königshofen. Der Taubertal-Radweg führt Sie über Königshofen, Unterbalbach und Edelfingen nach Bad Mergentheim. In der Kurstadt Bad Mergentheim sollten Sie unbedingt eine Pause einlegen. Der malerische Stadtkern weist auf Zeugen großer Kulturepochen hin. Der Marktplatz mit dem Renaissance-Rathaus öffnet den Blick zum geschichtsträchtigen Deutschordensschloss (Residenz der Hoch- und Deutschmeister von 1525 bis 1809) und der Schlosskirche. Weiter geht es nach Igersheim, wo Sie unterwegs die Burgruine Neuhaus grüßt, einst Rüstkammer des Deutschen Ordens und nach Markelsheim, wo Sie von den Weinbergen und dem schmucken Weinort empfangen werden. Sie sollten auf jeden Fall den Württemberger Wein verkosten! In Weikersheim geben sich Kultur und Wein ein gelungenes Stelldichein. Sehenswert sind das Renaissanceschloss der ehemaligen Grafen von Hohenlohe, der dazugehörende weitläufige Barockgarten - der durch mehr als 50 steinerne Statuen (Gnome, Gottheiten und Zwerge, Sinnbilder der Winde und der Elemente) bewacht wird und die herrliche Orangerie. In Kürze radeln Sie über die Landesgrenze in den Freistaat Bayern und erreichen das Etappenziel Tauberrettersheim. Das Ortsbild wird geprägt durch die noch einzige erhaltene Steinbrücke von Balthasar Neumann (1733 erbaut), dem Baumeister der Würzburger Residenz. Quartier in Tauberrettersheim.

6. Tag: Tauberrettersheim - Randersacker - ca. 50 km

Nächstes Ziel ist Röttingen, wo Sie von einem mittelalterlichen Stadtbild mit Stadtmauer, sieben Türmen und der Burg Brattenstein empfangen werden. In Bieberehren folgen Sie dem Gaubahn-Radweg nach Ochsenfurt. Auf der zum Radweg ausgebauten ehemaligen Bahntrasse (seit 1996) erreichen Sie Aub mit seinem altfränkischen Stadtbild und dem fürstbischöflichen Jagdschloss. Sie radeln weiter im Gollachtal über Gelchsheim, Gaukönigshofen nach Ochsenfurt. In Ochsenfurt, an der Südspitze des Maindreiecks, treffen Sie auf eine historische Altstadt mit einer nahezu vollständig erhaltenen, mittelalterlichen Befestigungsanlage mit Toren und Türmen. Es lohnt sich das Trachten- und Heimatmuseum sowie die Stadtpfarrkirche mit der Nikolaus-Statue von Tilman Riemenschneider zu besuchen. Entlang des Maintal-Radweges radeln Sie durch sehenswerte Weinorte ("Fränkisches Weinland") wie Sommerhausen mit seinem Schloss, Rathaus (16. Jh.) und dem kleinsten Theater Deutschlands im Torturm sowie Eibelstadt mit seinem gut erhaltenen Mauerring und dem historischen Markplatz. Anschließend erreichen Sie die bekannte Winzergemeinde Randersacker, wo wir Ihnen eine Weinverkostung des Frankenweines aus dem Bocksbeutel bei der örtlichen Winzergenossenschaft oder bei einem der zahlreichen privaten Weingüter empfehlen. Quartier in Randersacker.

7. Tag: Randersacker - Karlstadt - ca. 35 km

Die heutige Etappenlänge ist kürzer gewählt, so dass Sie ausreichend Zeit für die Erkundung der Universitäts- und Barockstadt Würzburg haben. In Würzburg erwartet Sie eine einzigartige Atmosphäre aus Lebensfreude und Barock, Architektur und Kultur. Sehen Sie selbst! Würzburg ist der Sitz des Regierungsbezirks Unterfranken und kultureller Mittelpunkt Mainfrankens. Die Stadt bietet herausragende historische Sehenswürdigkeiten wie die UNESCO Weltkulturerbe Residenz, die Festung Marienberg, den Dom, das Falkenhaus, die Bürgerhöfe oder das Käppele. Auf dem Maintal-Radweg geht es weiter über Zell und Margetshöchheim zum Weinort Erlabrunn, wo malerische Gässchen, alte Fachwerkhäuser, verträumte Winkel Ihre Aufmerksamkeit erwecken. Zünftige Biergärten und Häckerwirtschaften lassen kaum Wünsche offen. Der Weinort Zellingen ist bekannt durch seine Weinlage "Retzbacher Benediktusberg" sowie seine Wallfahrtskirche "Maria im grünen Tal". Über Himmelstadt und Laudenbach erreichen Sie Karlstadt mit seiner sehenswerten Altstadt. Quartier in Karlstadt.

8. Tag: Karlstadt - Marktheidenfeld - ca. 50 km

Heute radeln Sie über Wernfeld nach Gemünden - die "Drei Flüsse Stadt" - da sie an der Mündung von Fränkischer Saale und Sinn in den Main liegt. Wasser und Wald sind die prägenden Elemente dieser Stadt und mit ihrer sehenswerten historischen Altstadt mit der Scherenburg bildet sie das Tor zu Spessart und Rhön. Den Main als steten Begleiter geht es weiter über Hofstetten und Steinbach nach Lohr am Main, in den nordwestlichen Zipfel Bayerns. Besonders sehenswert sind die hochmittelalterliche Pfarrkirche St. Michael, das Kurmainzer Schloss sowie das Rathaus. Wussten Sie schon, dass Schneewittchen eine Lohrerin war? Über Rodenbach, Neustadt fahren Sie nach Rothenfels, die kleinste Stadt Bayerns. Imposant thront hier die Burg Rothenfels über dem Main, die 1148 vom Schutzvogt des Klosters Neustadt, Marquard von Grummbach erbaut wurde. Noch ein paar Kilometer und Sie erreichen Ihr Etappenziel Marktheidenfeld. Die Stadt hat einiges zu bieten: reizvolle Fachwerkhäuser, romantische Gässchen und die 1846 erbaute Sandsteinbrücke, die das Fränkische Weinland mit dem Spessart verbindet. Quartier in Marktheidenfeld.

9. Tag: Marktheidenfeld - Wertheim - ca. 23 km

Marktheidenfeld verlassen Sie in südlicher Richtung und radeln mit dem Main als ständigen Wegbegleiter über Lengfurt nach Homburg, wo das Schloss Homburg, die Tropfsteinhöhle und die Papiermühle (17. Jh.) sehenswert sind. Nach wenigen Kilometern erreichen Sie wieder den baden-württembergischen Landesteil des Rad-Achters. Nach der großen Mainschleife, durch Bettingen und Urphar, empfängt Sie wieder die Stadt Wertheim am Zusammenfluss von Tauber und Main.
Die ehemalige Residenzstadt der Grafen von Wertheim bietet mit ihren mittelalterlichen Gassen, Fachwerkhäusern und der imposanten Burgruine ihre eigene Atmosphäre und den Charakter einer altfränkischen Kleinstadt. Von Wertheim nach Lauda-Königshofen können Sie mit der Bahn (verkehrt stündlich) reisen, da Sie diesen Abschnitt (ca. 38 km) bereits geradelt sind. Quartier in Lauda-Königshofen.

10. Tag: Abreise von Lauda-Königshofen

Heimreise oder wir buchen Ihnen gern zusätzliche Übernachtungen für einen Anschlussaufenthalt.

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