Frösche & Hexenmeister
Auf dem Frosch-, Krabat- & Spree Radweg
durch das Land der Sorben


Bautzen
– mit mittelalterlicher Altstadt, Sorbischem Museum & Ortenburg
Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- & Teichlandschaft
Neschwitz & Königswartha – hübsche kleine Orte mit Schloss
Kloster St. Marienstern – Zentrum der katholischen Sorben – herrlich restauriert
Lessingstadt Kamenz – rotes Rathaus: Schmuckstück am Marktplatz, Lessing-Museum & Roter Turm
Zeißholz – altes sorbisches Dorf mit Dorfmuseum in einem Dreiseitenhof
Schwarzkolm – hier stand die Schwarze Mühle der bekanntesten sorbischen Märchen- & Sagengestalt - Krabat
Wittichenau – hübscher Marktplatz mit Krabat-Denkmal & Postmeilensäule
Scheibe See – in Flutung befindlicher ehemaliger Braunkohletagebau mit schöner Aussicht im Lausitzer Seenland
Neustadt an der Spree – das sorbische Straßendorf mit der nahen Ruhlmühle

Frosch-, Krabat- & Spree Radweg

DIE MISCHUNG MACHTS! Denn auf dieser Radreise werden Sie auf vier verschiedenen Radwegen die Heimat der Sorben kennen lernen. Die Reise beginnt und endet in Bautzen mit seiner hoch über der noch „jungen“ Spree gelegenen Ortenburg und historischen Altstadt. Auf dem Spree Radweg vorbei am Stausee Bautzen gelangen Sie in die Teichlandschaft von Niedergurig, die zum Biosphärenreservat Oberlausitzer Heiden- und Teichlandschaft mit seinen insgesamt 343 Teichen gehört. Durch dieses Reservat führt der Frosch Radweg hindurch, dem die zahlreichen „Teichbewohner“, die Frösche, ihren Namen gegeben haben und die natürlich besonders im Frühjahr mit einem Froschkonzert Ihre Radreise begleiten werden. Lassen Sie sich dann von Krabat verzaubern, dem sorbischen Faust, und erkunden Sie auf dem Krabat Radweg die sagenumwobenen Orte, in denen er vor über 300 Jahren viel Gutes für die Menschen tat.

Im Dreieck der Städte Bautzen - Kamenz – Hoyerswerda befindet sich die KRABAT-Region. Ihren Namen erhielt dieses Gebiet durch die Geschichten und Sagen, die vom sorbischen Faust Krabat, der wohl bekanntesten Sagenfigur der zweisprachigen Lausitz, erzählen. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er in den Dörfern um Hoyerswerda. In der Schwarzen Mühle bei Schwarzkollm erlernte er beim Schwarzen Müller das Zauberhandwerk. Auf dem Marktplatz in Wittichenau trieb er mit den reichen Viehhändlern seine Späße. Den sächsischen König August den Starken rettete er vor den Türken und vereitelte auch einen Giftmord an ihm. Als Vorwerksbesitzer in Groß Särchen machte er mit Hilfe seiner magischen Kräfte karge Böden fruchtbar, bewässerte verdorrende Saaten und legte als sorbischer Faust Sümpfe trocken. Als sich nach seinem Tod ein weißer Schwan gen Himmel erhob, sagten die Bauern:
"Das ist das Geleit des großen Krabat. Er wird uns nicht verlassen und dafür sorgen,
dass wir ein freies und glückliches Volk werden."
Auf diesem Radweg erreichen Sie dann das am Rande des Dorfes Panschwitz-Kuckau gelegene Kloster St. Marienstern – ein großartiges Bauwerk der Gotik. Sehr sehenswert die „Schatzkammer“ und der Klostergarten. Die Geburtsstadt des Dichters Lessing - Kamenz ist das nächste sehenswerte Ziel – denn hier gibt es viel zu entdecken: Lessing-Museum, Spätgotische Hallenkirche St. Marien, der weithin sichtbare Rote Turm und natürlich das rote Rathaus, das Schmuckstück am Marktplatz. Bei Maukendorf stehen Sie dann am Ufer des Knappensees und hier beginnt eine weitere sehr interessante Region. Der Bergbau geht, ein See entsteht – hier verwandeln sich gerade viele stillgelegte Braunkohlegruben in neue Gewässer.
In den nächsten 20 Jahren entsteht damit Europas größte „künstliche“ Wasserlandschaft – das Lausitzer Seenland. Auf einem Teilabschnitt des Fernradweges Niederlausitzer Bergbautour radeln Sie durch diese Landschaft im Wandel und haben oft wundervolle Ausblicke auf diese einzigartige Seenlandschaft im Land der Sorben. In dieser Region, im sorbischen Siedlungsgebiet, werden traditionelles Brauchtum und die deutsch-sorbische Zweisprachigkeit gelebt.
Lassen Sie sich verzaubern von Osterreitern, sorbischen Trachten und Tänzen sowie von Krabat, dem sorbischen Faust.

Reiseverlauf - Radeln OHNE Gepäck - Änderungen vorbehalten!

1. Tag: individuelle Anreise nach Bautzen

Gern buchen wir für Sie eine frühere Anreise, wenn Sie zusätzliche Tage in Bautzen verbringen möchten, um z. B. die Spreequelle am Kottmar auf einer Rad- oder Wandertour zu erreichen. Übernachtung in Bautzen

2. Tag: Bautzen - Königswartha – ca. 46 km

Auf dem Spree Radweg verlassen Sie Bautzen und erreichen auf Ufer- und Wiesenwegen den durch das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heiden- & Teichlandschaft führenden Frosch Radweg. Übernachtung in Königswartha

3. Tag: Königswartha - Kamenz – ca. 38 km

Auf diesem Abschnitt treffen Sie bald auf den Krabat Radweg. Sehr sehenswert ist das mächtige Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau, der katholische Friedhof der Sorben in Ralbitz und das Heldhaus in Nebelschütz. Übernachtung in der Lessingstadt Kamenz.

4. Tag: Kamenz - Wittichenau – ca. 44/60 km

Auf ruhigen Landstraßen und Feldwegen radeln Sie auf dem Frosch Radweg durch eine nur dünn besiedelte Region. Vorbei am Tiergehege und dem Baumlehrpfad kommen Sie nach Bernsdorf und erreichen bald das alte sorbische Dorf Zeißholz. Hier können Sie sich noch für einen Abstecher auf dem Krabat Radweg entscheiden, um nach Schwarzkolm zu radeln – hier stand die Schwarze Mühle der bekanntesten sorbischen Märchen- & Sagengestalt des Krabat (ca. 16 km zusätzlich). Beleiben Sie aber auf dem Frosch Radweg, dann sind Sie bald in Wittichenau. Übernachtung in Wittichenau.

5. Tag: Wittichenau - Spreetal/Neustadt – ca. 46 km

Beim Wittichenauer Ortsteil Maukendorf erreichen Sie den Knappensee und sind im Lausitzer Seenland, durch das Sie nun auf dem Radweg: Niederlausitzer Bergbautour weiter fahren. Ein Besuch lohnt das Bergbaumuseum in Knappenrode, bevor der Silbersee und der sich in Flutung befindende Scheibesee zu einer Rast einladen. Übernachtung in Neustadt a. d. Spree.

6. Tag: Spreetal/Neustadt - Bautzen – ca. 60 km

Der letzte und auch längste Streckenabschnitt der Tour – doch die Landschaft ist sehr flach und abwechslungsreich. An einer Furt an der Ruhlmühle durchqueren Sie die Spree und sehen in der Ferne bereits die Schornsteine des Kraftwerks Boxberg. Doch vorher erreichen Sie die hübsche Holzkirche von Sprey. Vom Uferradweg des Bärwalder Sees haben Sie dann einen herrlichen Blick auf die riesige Wasserfläche des gefluteten ehemaligen Tagebaus. Übernachtung in Bautzen.

7. Tag: Heimreise oder individuelle Verlängerung

Empfehlenswerte kurze Ausflüge für den Abschlusstag: Besuch im Sorbischen Museum in Bautzen oder kleine Radtour ins nahe Kleinwelka (ca. 7 km). Hier finden Sie Deutschlands größten Irrgarten und einen Miniaturenpark.
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