Dichter & Wein & Himmelsscheibe
Auf dem Ilmtal- & Unstrut-Radweg zum Goethehaus in Weimar
und durch die Weinberge an Saale & Unstrut nach Mühlhausen

Ilmenau - Amtshaus mit Goethe-Gedenkstätte und Schaubergwerk "Volle Rose" im Schortetal
Kranichfeld - mit Oberschloss, Niederburg und Baumbachhaus
Weimar - mit Goethes Wohnhaus, Schillerhaus, Bauhaus-Museum, Residenzschloss, Park an der Ilm...
Naumburg - der mächtige Dom St. Peter und Paul, und der Marktplatz einer der schönsten in Mitteldeutschland
Freyburg - die Neuenburg thront auf einem Bergsporn - von Weinbergen umgeben und die Rotkäppchen Sektkellerei
Nebra & Wangen - das Neue Schloss und die Arche Nebra mit dem Fundort der Himmelsscheibe
Bad Langensalza - das Wahrzeichen ist der Drei-Türme-Blick: im Vordergrund der Ansicht steht der Turm des alten Augustiner Klosters, in der Mitte das Rathaus, gefolgt vom Turm der Marktkirche St. Bonifacius, der mit 81m einer der höchsten in Thüringen ist.
Mühlhausen - Rathaus & Altstadt aus Gotik und Renaissance, Historischer Wehrgang & Inneres Frauentor, Marienkirche mit Müntzergedenkstätte zu Leben und Wirken Thomas Müntzers

Der Ilmtal - Radwanderweg ist 124 km lang und führt von Allzunah oberhalb der Ilmquelle bis nach Kaatschen-Weichau, wo die Ilm dann in die Saale mündet und wo Anschluss an den Saale-Radweg besteht. Auf diesen Radweg führt Sie unsere Tour bis Naumburg mit seinem mächtigen Dom und dann beginnt die Reise entlang der Weinberge und mächtigen Burgen, am Ufer der Unstrut bis in die Thomas Müntzer Stadt Mühlhausen.
Die Unstrut entspringt westlich von Kefferhausen im Eichsfeld, berührt die Städte Mühlhausen, Bad Langensalza, Sömmerda, Artern, durchquert ein Stück des Thüringer Beckens und tritt zwischen den Höhenzügen der Hohen Schrecke und des Ziegelrodaer Plateaus in die Weite eines fruchtbaren Tales ein. Bei Memleben verengt sich dieses Tal, es folgt der wohl abwechslungsreichste Teil des Flussverlaufes. Mal ein bisschen romantisch, mal langsam und träge, dann wieder eingezwängt in ein Korsett von Muschelkalk- oder Sandsteinbergen erschließt die Unstrut das bekannte Weinanbaugebiet Saale-Unstrut, durch das die 13. deutsche Weinstraße führt. Nach etwa 190 km Länge mündet die Unstrut zwischen Kleinjena und Naumburg in die Saale. Die Unstrut ist der Hauptvorfluter des Thüringer Beckens und seiner Umrandung und der wasserreichste Nebenfluss der Saale.

Burgen entlang der Unstrut
Die Neuenburg in Freyburg:
Die Neuenburg thront auf einem Bergsporn hoch über der Stadt. Sie entstand in 4 Bauperioden, wurde 1061 begonnen. In der ersten Bauphase entstanden Kernburg, Bergfried, Kapelle und Wohnturm. Im 12. Jh. erhielt die Burg eine neue Vorburg, einen zweiten Bergfried, weitere Wirtschafts- und Wohngebäude und der Wohnturm wurde zum Palas umgebaut. Zwischen 1190-1229, als Landgräfin Elisabeth residierte, entstanden ein stattlicher Wohnturm an der Südseite, ein dritter Bergfried, eine weitere Vorburg und die spätromanische Doppelkapelle wurde ausgebaut. Weitere Ausbauten und Veränderungen unter den sächsischen Kurfürsten gestalteten während der 4. Bauperiode 1552-57 die Burg zu einem Wohnschloss um. Im 18. Jh. ließen die Herzöge von Sachsen-Weißenfels barocke Umbauten vornehmen. Aus romanischer Zeit blieb der Bergfried "Dicker Wilhelm" erhalten (zwischen 1190 und 1226 errichtet), der heute eine barocke Haube trägt. Der 45 m hohe Turm ist der einzig erhaltene der ehemals 3 Bergfriede der Burg und bietet eine gute Aussicht über's Unstruttal. Außerdem werden darin Wechselausstellungen präsentiert. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten ist das Schloss seit 1992 wieder zu besichtigen und beherbergt ein Museum.
Die Wasserburg Heldrungen:
Die Wasserburg aus dem 12./13. Jh. wurde 1515 durch Ernst II. von Mansfeld ausgebaut und 1664/68 durch Herzog von Sachsen zur typischen Festung nach italienisch-französischem Vorbild mit sternförmig angelegten Bastionen, gewaltigen Wällen, innerem und äußerem Wassergraben umgestaltet. Hier wurde Bauernanführer Thomas Müntzer nach der Schlacht bei Frankenhausen gefangen gehalten und verhört. Die Wasserburg beherbergt heute ein Thomas-Müntzer-Museum, eine Jugendherberge und ein Café.
Die Runneburg in Weißensee:
Die Runneburg war eine bedeutende Residenz der Thüringer Landgrafen. Mit ihrer Innenfläche von etwa 1,5 Hektar zählt sie zu den großen romanischen Burgen Deutschlands. Landgräfin Jutta, eine Schwester Kaiser Barbarossas, ließ die Burg ab 1168 erbauen. Burgmauer, Burgtor, Teile des dreigeschossigen Palas und eines Wohnturmes stammen aus der Zeit um 1174, als Weißensee erstmals urkundlich erwähnt wurde. Das Torhaus wurde 1609 und das Wagenhaus 1738 erbaut.
Im Palas befindet sich heute ein Burgmuseum mit wertvollen Exponaten höfischer Kultur des 13. Jh. Eine 18 m hohe Steinschleuder auch aus dieser Zeit steht als Nachbau auf dem Burghof. In der Burgschänke werden z.B. Ritteressen angeboten. Auf der Runneburg werden regelmäßig Konzerte und Burgfestspiele durchgeführt.
Der Fundort der Himmelsscheibe von Nebra
Der Standort Wangen wird ab Frühjahr 2007 zwei Angebote umfassen: das Plateau des Mittelbergs mit der originalen Fundstelle der Himmelsscheibe von Nebra sowie unweit davon das „Erlebniscenter“ benannte Präsentationsgebäude.
Anspruchsvolle LandArt gestaltet den Mittelberg mit dem Fundplatz. Die besondere Aura des originalen Fundplatzes wird hier unmittelbar zu erleben sein. Ein auf dem höchsten Punkt errichteter ca. 31 m hoher Beobachtungsturm eröffnet über die Baumkronen hinweg Sichtachsen zum Harz, insbesondere Brocken und Kyffhäuser, sowie zum Petersberg bei Halle und ermöglicht den Blick aus der Vogelperspektive auf das Plateau.
Am Hochufer der Unstrut in landschaftlich reizvoller Lage entsteht derzeit das Präsentationsgebäude. Der Entwurf des Schweizer Büros Holzer Kobler Architekturen sieht einen markanten Baukörper vor, der gleichsam einer goldenen Sichel über dem Gelände schwebt.
Im Erlebniscenter werden in einer multimedialen Präsentation die Region, die Funde von Nebra (in Masterkopien) sowie die damit verbundenen archäologischen und astronomischen Phänomenen vorgestellt. Sie richtet sich an ein breites Publikum und soll zum Selbsterforschen und Mitmachen einladen.

Reiseverlauf - Radeln OHNE Gepäck - Änderungen vorbehalten!
Diese Radtour ist auch mit umgekehrtem Reiseverlauf buchbar!

1. Tag: Anreise nach Ilmenau
Gern buchen wir Ihnen zusätzliche Übernachtungen, wenn Sie vor Ihrem Tourenstart noch entlang des Oberlaufs der Ilm bei Stützerbach radeln möchten. Quartier in Ilmenau. Bahnanschluss für Bahnreisende vorhanden.

2. Tag: Ilmenau - Kranichfeld - ca. 40 km
Sie radeln von Ilmenau nach Gräfinau-Angstedt, Cottendorf, durch das wunderschöne Ilmtal, Stadtilm nach Kranichfeld. Tipps: Museumsbrauerei in Singen (Abstecher 2 km); Museum in Stadtilm; Kunst- und Senfmühle in Kleinhettstedt (unbedingt den Senf probieren); Stedtener Mühle (Frischfisch ab Hof, geplant: Schauaquarium). Quartier in Kranichfeld.

3. Tag: Kranichfeld - Weimar - ca. 35 km
Heute geht es nach Bad Berka, Buchfart und Mellingen bis nach Weimar. Tipps: Schloss Tannroda (Korbmachermuseum, Aussichtsturm); Goethebrunnen Bad Berka (Heilwasser); Mühle und historische Zollbrücke Buchfart; Bienen-Museum, Theater, Amalien-Bibliothek, Park und Museen in Weimar (Klassiker-Gedenkstätten Goethe, Friedrich von Schiller, Herder, Wieland, Cranach, Bach). Quartier in Weimar.

4. Tag: Weimar - Naumburg - ca. 48 km
Diese Etappe führt Sie heute weiter über Oberrossla bei Apolda, Bad Sulza nach Großheringen (Mündung der Ilm in die Saale). In Kleinheringen wechseln Sie auf den Saale - Radwanderweg und folgen der Beschilderung über Bad Kösen bis nach Naumburg. Tipps: Schloss und Park Tiefurt; Schloss Kromsdorf; Wielandgut Oßmannstedt; Museen in Apolda (Glockenmuseum, Kunsthaus/Abstecher 1 km); Wasserburg, Elefantendenkmal sowie Wassermühle in Niederroßla; Gradierwerk, Kurpark und Goethes Gartenhaus 2 in Bad Sulza. Quartier in Naumburg.

5. Tag: Naumburg - Memleben - ca. 42 km
Heute radeln Sie entlang der nördlichsten deutschen Weinstrasse Saale-Unstrut von Naumburg über Freyburg, Laucha, Karsdorf, Nebra und Wangen nach Memleben. Tipps: Altstadt mit berühmtem Naumburger Dom (Ekkehart und Uta), sehenswerter Marktplatz, Wenzelskirche, Marientor, Stadtmuseum in Naumburg; Max-Klinger-Weinberg, Felsrelief „Steinernes Bilderbuch“ zwischen Naumburg und Großjena; Museum Schloss Neuenburg, Turnvater Jahn-Museum, Führungen durch die Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg; Glockenmuseum Laucha; Besichtigung der Arche Nebra bei Wangen - Fundort der Himmelsscheibe. Quartier in Memleben.

6. Tag: Memleben - Artern - ca. 32 km
Weiter geht Ihre Radtour über Roßleben - der Thüringer Pforte, Bottendorf, Schönewerda und Ritteburg nach Artern. Tipps: Bottendorf hat sich zu einem „Schmuckkästchen“ verwandelt - gewann den Wettbewerb um das schönste Dorf im Kyffhäuserkreis, die „Bottendorfer Höhen“ sind wegen ihrer seltenen Pflanzen weit bekannt; Veitskirche, Marienkirche, Rathaus im neo-barocken Stil erbaut sowie Jüngkens - Aussichtsturm in Artern. Quartier in Artern.

7. Tag: Artern - Vehra - ca. 47 km
Sie radeln über Heldrungen, Büchel, Leubingen und Sömmerda nach Vehra. Tipps: Industriemuseum Zuckerfabrik Oldisleben; Wasserburg Heldrungen; Stadtmauer mit Erfurter Tor und 6 Wehrtürmchen, Dreyse-Haus, Dreyse-Mühle in Sömmerda. Quartier bei Vehra.

8. Tag: Vehra - Mühlhausen - ca. 54 km
Ihre Abschlusstour führt Sie über Gebesee, Herbsleben, Großvargula, durch das NSG Unstruttal, Bad Langensalza und Altengottern nach Mühlhausen. Tipps: Kur- und Rosenstadt Bad Langensalza mit vielen Gärten, Rosenmuseum, historischer Altstadt und Stadtmauer; Mühlhausen - Fachwerkstadt mit bedeutenden Kirchen und fast vollständig erhaltener Stadtmauer mit Frauentor, Rabenturm und begehbarem Wehrgang; Museen (Stadtmuseum, Thomas-Müntzer-Gedenkstätte, Bauernkriegsmuseum). Quartier in Mühlhausen.

9. Tag: Abreise von Mühlhausen
Heimreise, oder radeln Sie an einem zusätzlichen Tag entlang der Unstrut bis zur Quelle in Kefferhausen. Gern buchen wir Ihnen zusätzliche Übernachtungen für einen Anschlussaufenthalt. Gute Bahnverbindung nach Ilmenau.

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