Auf den Spuren des Ritters mit der eisernen Faust
Entlang des Kocher-Jagst Radweges
Bad Friedrichshall - mit der Errichtung der Schachtanlage König Wilhelm II. begann 1899 der Abbau der mächtigen Salzvorkommen. Eine Ausstellung im Schaubergwerk 180 m unter Tage informiert über den Salzabbau. Besonders beeindruckend ist der große Kuppelsaal aus reinen Salzkristallen, dessen Wände mit Bildreliefs im Stil der Dreißiger Jahre geschmückt sind.
Schöntal - die barocken Doppeltürme des direkt an der Jagst gelegenen ehemaligen Zisterzienserklosters sind das weit ins Land weisende Wahrzeichen von Ort und Kloster Schöntal.
Kirchberg - die „Perle des Jagsttales“ thront auf einem Bergrücken. Das beherrschende Element der Stadt ist die ehemalige Burg, durch Renaissance- und Barockumbauten stark verändert. Der Marktplatz, stilvolle Gebäude und der Hofgarten mit Orangerie machen den Aufenthalt in Kirchberg lohneswert.
Ellwangen – präsentiert sich als lebendige Stadt mit einem historischen Zentrum, u. a. prächtige Stiftsherrenhäuser, die mehrtürmige Basilika St. Vitus aus dem Jahre 1233, die Stadtkirche sowie das Schloss.
Schwäbisch-Hall - vom Kocher durchflossen, bietet die alte Salzsiederstadt mit teilweise erhaltener Stadtmauer, zahlreichen Türmen, Brücken, einer Vielzahl von Treppen und „Stäffele“ sowie nahezu unverändert mittelalterlichen Gassen ein eindrucksvolles, geschlossenes Stadtbild.
Kocher-Jagst-Radweg
Die zwei kleinen Flüsse Kocher und Jagst im nördlichen Teil Baden-Württembergs fließen nur wenige Kilometer voneinander entfernt dem Neckar zu. Diesen besuchenswerten Landstrich können Sie am besten mit dem Rad auf dem Kocher-Jagst-Radweg entdecken! Mit seiner ca. 300 Kilometer langen Rundtour ein noch eher unbekannter Name im Reigen der zahlreichen Flussradwege, aber vielleicht gerade deswegen besonders empfehlenswert.
Reiseverlauf - Radeln OHNE Gepäck - Änderungen vorbehalten!
1.Tag: individuelle Anreise nach Bad Friedrichshall
Übernachtung in Bad Friedrichshall (Anreise per Bahn oder PKW möglich). Da diese Radreise ein Rundkurs ist, können Sie in jeder der einzelnen Stationen Ihre Tour beginnen. Tipp: Ausflug nach Heilbronn - ca. 12 km
2. Tag: Bad Friedrichshall - Jagsthausen - ca. 40 km
Wohl das idyllischste Wegstück der ganzen Rundtour ist der Unterlauf der Jagst. Der Wald senkt sich teilweise bis ans Ufer des Flusses hinab, sogar einsame Plätzchen gibt es mitunter. Aber auch Kulturliebhaber kommen auf ihre Kosten, z. B. in den mittelalterlichen Städtchen Neudenau und Möckmühl. Übernachtung in Jagsthausen.
3. Tag: Jagsthausen - Langenburg - ca. 54 km
Vermehrt Rebhänge sowie urige Dörfer und Städte begleiten Sie entlang der sanften Windungen des Flusses. Nahezu kein Ort liegt auf dieser Strecke, an dem man nicht Götz von Berlichingen, dem Ritter mit der eisernen Faust und Erfinder des „Schwäbischen Grußes“ begegnen würde. In Jagsthausen wurde er geboren, Möckmühl und Krautheim waren Stationen seines abenteuerlichen Lebens und in Kloster Schöntal wurde er beigesetzt. Übernachtung bei Langenburg. Tipp: Kloster Schöntal + Ausflug zum Schloss Langenburg (12. Jh.)
4. Tag: Langenburg - Ellwangen - ca. 60 km
Die Strecke führt durch einen romantischen Teil des tief eingeschnittenen Jagsttals mit Steilhängen und engen Flussmäandern vor allem im letzten Teil. Wo der Weg nicht im Tal verlaufen kann, muss der Anstieg zur Höhe überwunden werden. Auf Ihrer Etappe liegen die wehrhafte Burgruine Leofels, die Stadt Kirchberg und Ellwangen mit seiner weithin sichtbaren Wallfahrtskirche, dem Schloss und der von vielen Kirchtürmen überragten Altstadt. Übernachtung in Ellwangen.
5. Tag: Ellwangen - Aalen - ca. 42 km
Im oberen Tal des Jagsttals ändert sich die Landschaft vollkommen. Vor mehr als drei Jahrzehnten wurde im bewaldeten Virngrund das Ellwanger Seenland angelegt (12 Seen unterschiedlicher Größe). In unmittelbarer Nähe der Stadt Lauchheim taucht die „blaue Mauer“ der Schwäbischen Alb auf, auf einem Vorsprung des Albtraufs thront das mächtige Deutschordenschloss Kapfenburg. Nach einem steilen Albaufstieg geht es ein Stück auf der ebenen Albhochfläche weiter, um dann wieder ebenso steil ins Kochertal hinab Richtung Aalen zu fahren. Übernachtung in Aalen.
6. Tag: Aalen - Schwäbisch Hall - ca. 66 km
Zwischen Aalen und Schwäbisch Hall beginnt der zunächst im breiten Tal fließende Kocher sich rasch einzutiefen und durchquert schließlich die Höhenrücken der Frickenhofer Höhe und Limpurger Berge in einem teilweise schluchtartigen Tal, durch das sich der Fluss in engen Schlingen windet. Der Radweg folgt dem Verlauf des Kochers und bleibt überwiegend im Tal (streckenweise Benutzung der B19 oder der für Radfahrer freigegebene Fußweg). Übernachtung in Schwäbisch Hall.
7. Tag: Schwäbisch Hall - Forchtenberg - ca. 44 km
Der Kontrast zwischen dem weiten Bauernland Hohenlohes und dem Kochertal ist für diesen Streckenabschnitt typisch. Dabei bleibt die Etappe ausschließlich in der Flussaue, bietet also nur geringe Steigungen. Mit der Verbreiterung des Tals ab Künzelsau sind die Hänge zunehmend mit Weinreben bepflanzt. Weinorte wie Ingelfingen, Niedernhall und Forchtenberg liegen in kurzem Abstand voneinander. Weinwirtschaften („Besen“), Weinbaugenossenschaften und private Weinbauern schenken „Distelfink“, „Dunkelgräfin“ und „Flatterberg“ aus. Übernachtung in Forchtenberg.
8. Tag: Forchtenberg - Bad Friedrichshall - ca. 40 km
Zum Ausklang der Tour gibt es eine kürzere Strecke. Die Radreise endet in Bad Friedrichshall. Oder haben Sie Appetit auf weitere Radtage bekommen, dann verlängern Sie diese Reise um ein paar Tage.
9. Tag: individuelle Heimreise oder Verlängerungsaufenthalt
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