Zum fruchtigen Moselwein
Auf dem Mosel Radweg durch malerische Weindörfer nach Koblenz am Rhein

Perl – Barockgarten im Park von Nell; Palais von Nell.
Trier - Domstadt; Frankenturm 11 Jh.; Römerbrücke; Porta Nigra; Amphitheater; Krahnenviertel.
Bernkastel-Kues - Renaissance-Rathaus (1608); 400 Jahre alte Fachwerkhäuser;
St. Michaels-Brunnen (1606); Spitzhäuschen (1416).
Zell - 1000-jährige Ritterburg Arras; historische Fachwerkhäuser mit steilen Giebeln;
spätgotisches Residenzschloss.
Cochem - Reichsburg; Rathaus (1739); Marktplatz; Marktbrunnen; Kapuzinierkloster.
Treis-Karden - Burgen; Gedächtniskapelle St. Katharina; Stiftsmuseum.
Koblenz - Deutsches Eck; Ludwig-Museum / Blumenhof; Vier Türme; Kurfürstliches Schloss (1787); Schlängelbrunnen.

Radeln an der Mosel, meist in unmittelbarer Flussnähe - das ist ein wahres Vergnügen. Von der Quelle in den Südvogesen in Frankreich bis zur Mündung in den Rhein bei Koblenz legt die Mosel insgesamt ca. 545 windungsreiche Flusskilometer zurück. Der deutsche Mosel Radweg beginnt in der kleinen Stadt Perl, wo die Staatsgrenzen Frankreichs, Luxemburgs und Deutschlands aufeinander treffen. Bis nach Koblenz erwarten Sie nun ca. 250 Kilometer abwechslungsreiche Landschaft. Trotz aller Mittelgebirge und Weinberge ist der Mosel Radweg ein äußerst ebener Radweg. Die höchsten Erhebungen sind eigentlich nur die Auffahrten zu den Brücken beim Wechsel von einer Seite zur anderen.
Viele Attraktionen entlang des Weges sorgen für Kurzweil und bieten immer wieder Gelegenheit aus dem Sattel zusteigen. Hier stille Winkel, dort das pralle Leben, am einen Ufer steile Weinberge, am anderen grüne Auwälder, alte Metropolen im Wechsel mit verträumten Dörfern, hier prachtvolle Burgen, dort malerische Schlösser... Vorbei an bizarren Felsformationen, ausgedehnten Wäldern und romantischen Weindörfern, an Rastplätzen, die hier Weinstube und Straußwirtschaft heißen, erleben Sie eine der abwechslungsreichsten Landschaften Europas. Einer unvergesslichen Erlebnis- und Entdeckungstour durch das Moselland steht nichts mehr im Wege!

Reiseverlauf - Radeln OHNE Gepäck - Änderungen vorbehalten!
Diese Radtour ist auch mit umgekehrtem Reiseverlauf buchbar!

1. Tag: Anreise nach Perl
Gern buchen wir Ihnen zusätzliche Übernachtungen, wenn Sie vor Ihrem Tourenstart noch auf Entdeckungstour im Dreiländereck (Deutschland, Luxemburg und Frankreich) gehen möchten. Quartier in Perl. Parkplatz für Gäste die per PKW anreisen und Bahnanschluss für Bahnreisende vorhanden.

2. Tag: Perl - Trier - ca. 50 km
Sie starten Ihre Tour in der Weinbaugemeinde Perl. Lassen Sie sich von den kulinarischen Erlebnissen überraschen! Schon vor ca. 2000 Jahren lebten in Perl die Römer und hinterließen ihre Spuren. In der rekonstruierten römischen Villa Borg können Sie etwas vom damaligen täglichen Leben erfahren. Entlang des linken Moselufers radeln Sie nach Remich - „Perle der Mosel“ - einem Städtchen, dass Sie mit seinem französischen Flair, seinen zahlreichen Cafes zu einem Aufenthalt lockt. Ein Blick in die kleinen, alten Gassen eröffnet an jeder Stelle Nettes, Amüsantes sowie Interessantes. Über Wormeldange mit schmucken Barock- und Renaissancehäusern, Grevenmacher mit engen Gassen in der Altstadt sowie Überresten der mittelalterlichen Befestigungswerke, Wasserbillig - dem Schnittpunkt des breiten Mosel- und des romantischen Sauertales und Igel mit der bekannten Igeler Säule gelangen Sie nach Trier, der ältesten Stadt Deutschlands mit einer historischen Innenstadt und dem gigantischem Stadttor Porta Nigra. Quartier in Trier.

3. Tag: Trier - Wintrich
- ca. 54 km
Heute fahren Sie am linken Moselufer weiter. Kaum losgeradelt, befinden Sie sich schon mitten in einem der bekanntesten Weinanbaugebiete Deutschlands. Beste Weinlagen säumen Ihren Weg: der "Kröver Nacktarsch" ist - nicht nur wegen seines besonderen Namens - weltbekannt. Inmitten der bezaubernden Landschaft treffen Sie immer wieder auf römische Meilensteine. In enger werdenden Schleifen windet sich nun die Mosel zwischen Eifel und Hunsrück hindurch. Machen Sie eine kleine Pause im alten Fährturm in Schweich und schauen Sie sich die Rekonstruktion der römischen Villa Rustica in Mehring an. Über Neumagen-Dhron - ein Ort den man den „Ältesten Weinort Deutschlands“ nennt, weil man 1884 bei Bauarbeiten u. a. das weltbekannte „Römische Weinschiff", eines von vielen römischen Grabdenkmälern, fand - radeln Sie weiter nach Piesport, wo Sie eine eindrucksvolle restaurierte römische Kelteranlage aus dem 4. Jh. erwartet. Wintrich bietet romantische Gassen und Winkel mit historischen Fachwerkhäusern und traditionellen Weingütern. Sonnenverwöhnt liegen die Rebenhänge um den Ort und lassen Weine gedeihen, die seit 2000 Jahren Genießer begeistern. Quartier in Wintrich.

4. Tag: Wintrich - Zell - ca. 55 km
In Bernkastel-Kues, dem schmucken Ort mit wunderschönen Fachwerkhäusern und Brunnen, empfehlen wir Ihnen einen ausgedehnten Rundgang zu machen. Weinfreunde werden auf dieser Etappe auf ihre Kosten kommen, da der Radweg mitten durch die Weinberge führt. Unzählige reichbehangene Rebenhänge entlang der ruhigen Weinorte Graach, Zeltlingen, Ürzig und Kröv werden Ihr Herz erfreuen und Sie können bei den Winzern in wunderschönen, blumenreichen Innenhöfen einkehren. Sie radeln weiter nach Traben-Trarbach und Enkirch - dem Schmuckstück moselländischer Fachwerkarchitektur. Nach der Moselschleife hinter Reil erreichen Sie den „Zeller Hamm“. Auf diesem Bergrücken thront die ca. 900-jährige Marienburg. Seit Urzeiten hat dieser Platz oberhalb der engsten Stelle der Moselschlaufe die Menschen angezogen. Die Kelten bauten hier eine Kultstätte, die Römer eine Befestigung und heute wird sie als Jugendbildungsstätte des Bistums Trier genutzt. Von hier aus haben Sie eine herrliche Aussicht auf die unten liegenden Winzerdörfer. Quartier in Zell.

5. Tag: Zell - Treis-Karden - ca. 48 km
Heute führt Sie die Tour über Bullay nach Bremm, wo Europas steilste Weinlage zu finden ist: der Calmont. Der Calmonter Kletterpfad („alpine Wanderpfad“ - im Jahre 2001 erbaut) führt von Bremm durch die Hänge des Calmont bis zur Eisenbahnbrücke bei Eller. Festes Schuhwerk, Schwindelfreiheit und eine normale körperliche Kondition reichen aus, um einen Einstieg in den Berg zu wagen. Der wechselvolle Pfad entschädigt mit einem herrlichen Panorama. Die Winzer bewältigen hier Steigungen von 55 bis zu 75% - unglaublich! Inmitten der Moselschleife liegt auch die Klosterruine Stuben. In Beilstein ("Rothenburg an der Mosel") können Sie die Burg Metternich erklimmen, von wo Sie den Blick endlos über das anmutige Moseltal schweifen lassen können. Kurze Zeit später grüßt von hoch oben die erhabene Reichsburg, die Sie unbedingt von innen sehen sollten. Ihr zu Füßen liegt die Stadt Cochem mit zahlreichen Möglichkeiten, eine geruhsame Pause einzulegen. Über Klotten und Pommern kommen Sie nach Treis-Karden mit einigen reizvollen Fachwerkbauten und Bürgerhäusern. Quartier in Treis-Karden.

6. Tag: Treis-Karden - Koblenz - ca. 40 km
Ein Abstecher zur Burg Eltz bietet Ihnen die Möglichkeit viel über das Mittelalter und das ritterliche Leben zu erfahren. Dieser Ausflug zur Burg und die Fahrt ins fruchtbare Maifeld ist aufgrund der Steigungen mit einigen Anstrengungen verbunden. Der Rückweg durch das romantische Schrumpfbachtal nach Hatzenport wird von 13 Mühlen (teilweise gut erhalten bzw. renoviert) gesäumt. Die letzten Kilometer bis Koblenz gleiten nur so dahin. Über Kobern-Gondorf - ein alter geschichtsträchtiger Weinort – mit seinem Schloss Liebig, dem mittelalterlichen Marktplatz mit Tatzelwurmbrunnen und dem ältesten Fachwerkhaus Deutschlands ("Abteihof St. Marien" erbaut 1320/21) radeln Sie nach Winnigen, wo das Weinanbaugebiet Mosel endet. In Koblenz am „Deutschen Eck“, dem Zusammenfluss von Mosel und Rhein, haben Sie Ihr Ziel erreicht. Es lohnt sich das Kurfürstliche Schloss und die Festung Ehrenbreitstein zu besichtigen. Quartier in Koblenz.

7. Tag: Abreise von Koblenz
Heimreise, oder radeln Sie an zusätzlichen Tagen entlang Rheins. Gern buchen wir Ihnen zusätzliche Übernachtungen für einen Anschlussaufenthalt.

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