Vom Piz Buin zum Bodensee
Auf dem Ill & Rhein Radweg durch Vorarlberg


Drei Tagestouren mit dem Fahrrad an der ILL und dem RHEIN entlang, gemixt mit zwei Tage radeln auf dem Bodensee Radweg, vorbei an der Seebühne der Bregenzer Festspiele
Romantische Stadtspaziergänge durch Bludenz, Feldkirch & Lindau
Beeindruckende Blicke auf Berge der Westalpen: Silvretta, Rhätikon, Verwall, Säntis, Bregenzer Wald
Der Bodensee - mildes Klima, ausgedehnte Wein- und Obstkulturen, zahlreiche Schlösser, mächtige Berge und malerische Orte: Bregenz, Lindau, Wasserburg, Immenstadt, Meeresburg, Rohrschach, Kreutzlingen & Konstanz

Ill, Walgau & Bodensee

Vorarlberg ist das westlichste, zweitkleinste Bundesland Österreichs und liegt zwischen Bodensee und Arlberg. Die Berge nehmen drei Viertel der Fläche ein und die Hälfte ist hochalpin und der Sonne überraschend nah. Doch keine Angst - der Ill Radweg weist ab dem Startpunkt bei Gaschurn keine nennenswerten Steigungen bis zum Bodensee auf. Ganz im Gegenteil - Sie können oft Ihre Beine „baumeln“ lassen und die beeindruckende Bergkulisse die an Ihnen vorbeizieht genießen.
Das "Land vor dem Arlberg" ist mit dem übrigen Bundesgebiet nur durch Passstraßen und den Arlbergtunnel verbunden. Vorarlberg ist ein Gebirgsland, zwei Drittel seiner Grundfläche liegen über 1000 Meter hoch. In dieser Höhe werden Sie auch starten, im alten Bergbauerndorf Partenen unterhalb des Piz Buins. Die Räder werden fast von alleine rollen, denn Ihr Ziel, der Bodensee liegt auf cirka 400 m! Sie haben also durchaus erholsame Tage vor sich. Am Touranfang im Tal der ILL, dem Montafon, begleiten uns Gebirgszüge mit so klangvollen rätoromanischen Namen wie Silvretta, Verwall oder Rhätikon. Ab Feldkirch radeln wir in der meist sonnigen Weite des Rheintales, in dem auch Obst und Wein gedeihen. Sie lernen die anheimelnden Städte Bludenz und Feldkirch mit ihrem schon fast südländischen Flair kennen. In Bregenz erreichen Sie dann das malerische Ufer des Bodensees. Hier muss man nicht gleich ins Träumen geraten, aber schwärmen von so viel Landschaft darf man schon: Die Obstwiesen mit ihrer unvergleichlichen Blütenpracht im Frühjahr, prallvolle Obstbäume und Weinberge im Herbst, weite Felder, Wiesen und Uferwege die im Sommer zum Bummeln einladen und der See selbst: reinstes Trinkwasser und über 35 Arten Speisefische. Das Klima in der Bodenseeregion ist gemäßigt, es gibt nur selten harte Winter, der See speichert im Sommer sehr viel Wärme und gibt diese vom Herbst bis in den Frühling an die Region wieder ab.
BITTE BEACHTEN!
Wir haben uns für Wasserburg als Quartierort am Bodensee entschieden, da er malerisch und vor allem ruhig gelegen ist. Auch ist er von Mäder aus auf einer Tagesetappe per Fahrrad gut zu erreichen. Sie haben jedoch die Möglichkeit für Ihren Aufenthalt am Bodensee einen anderen Ort zu wählen, auch Bregenz oder Lindau sind zum Beispiel möglich, sofern dort Zimmer zum gewünschten Termin verfügbar sind! Auch haben diese Orte Bahnanschluss und sind durch die zahlreichen Linienschiffe der Bodensee-Schifffahrt gut zu erreichen. Fragen Sie uns, wir helfen Ihnen gern den für Sie am idealsten gelegenen Ort zu finden.
Diese Radreise ist eine gelungene Kombination aus Naturerleben und Stadtbummel, auf der Sie ein schönes Gebiet von Österreich und die Bodenseeregion kennen lernen werden. Währen Ihrer Touren entlang der Ill, dem Rhein und auf dem Bodensee-Radweg blättern Sie in einem Bilderbuch landschaftlicher Vielfalt wie kaum in einem anderen Gebiet.

Reiseverlauf - Radeln OHNE Gepäck - Änderungen vorbehalten!

1. Tag: individuelle Anreise nach Bludenz / Vorarlberg

Gern buchen wir für Sie eine frühere Anreise, wenn Sie zusätzliche Tage in der wundervollen Bergregion um Bludenz verbringen möchten. Ein idealer Platz für Wandertouren. Gute Bahnverbindung von Lindau nach Bludenz. Übernachtung in Bludenz, Parkplätze vorhanden.

2. Tag: Von Gaschurn -Partenen durch das Montafon nach Bludenz - ca.30 km

Mit einem Transfer gelangen Sie am Morgen von Ihrem Quartier in Bludenz nach Gaschurn im Montafon bis zum Startpunkt des Ill-Radweges. Hier können Sie das schöne Panorama der Silvretta am Talende bewundern, wobei vor allem ein Berggipfel hervorsticht - die Vallüla, immerhin 2813 m hoch! Auf 1.000 bzw. 1050 m Höhe liegen, eingebettet in eine faszinierende Bergkulisse, die beiden Orte Gaschurn und Partenen. Direkt am Skigebiet Silvretta Nova und in der Silvretta gelegen, gehört Gaschurn-Partenen im Hochmontafon mittlerweile zu den attraktivsten Tourismusgemeinden in Vorarlberg. Eifrigen Kinogehern könnten Teile der Landschaft bekannt vorkommen, denn die Filme "Schlafes Bruder" und "Bergkristall" von Regisseur Joseph Vilsmaier wurden hier gedreht. Leider müssen Sie am Anfang ein kleines Stück auf der Straße fahren, aber bereits in der Ortsmitte von Gaschurn geht es auf den Radweg, der nun mehr oder weniger immer dem Flusslauf der Ill folgt. Ihre Tour begleiten auf beiden Talseiten hohe Berge mit markanten Namen wie Versettla, Versalspitze oder Tilisuna. Auch die Orte, die Sie durchfahren, klingen geheimnisvoll: Gortipohl, Galgenuel, Tschagguns… kein Wunder, diese Namen sind rätoromanischen Ursprunges, und wer hier mit einem Einheimischen redet, wird nicht viel von dessen Dialekt verstehen! Ungefähr auf der Hälfte unserer Tagesetappe öffnet sich das Tal und wir kommen in den Hauptort des Montafons, nach Schruns, das sich trotz Tourismus noch viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt hat. Nach Schruns beeindrucken auf der linken Seite die schroffen Felsen der „Vandanser Steinwand“. Nach dem Ort Vandans queren Sie den Fluss und kommen nach einem eher steileren Wegstück (aber abwärts!) zur Venser Kapelle, eine Wallfahrtskapelle aus dem 17. Jahrhundert. Nun ist es nicht mehr weit, nur noch an Lorüns vorbei, und Sie sind zurück in Bludenz. Wer noch Lust und Energie hat, kann sich die hübsche kleine Stadt, die der Ausgangspunkt der fünf Täler Klostertal, Montafon, Brandnertal, Großes Walsertal und Walgau ist, anschauen. Hier verbinden sich alte Stadttore, Bürgerhäuser, verwinkelte Gassen und südländisch wirkende Laubengänge zu einer außergewöhnlich anziehenden Mischung. Übernachtung in Bludenz.

3. Tag: Von Bludenz nach Mäder - ca. 46 km

Der Fluss, dem Sie heute folgen, ist wieder die ILL, aber der Name des Tales hat sich geändert - heute durchradeln Sie den Walgau. Die Berge sind hier längst nicht mehr so hoch, nur noch um die 1700 m. Nach 10 km könnte es passieren, dass einige glauben, sich verfahren zu haben, denn Sie kommen nach - Thüringen, wie hier ein Ort heißt. Der größte Teil des Radweges führt nun durch Auwälder und Wiesen. In Nenzing, dem Ort im Walgau, der schon seit vorgeschichtlicher Zeit besiedelt ist, wechseln wir auf das linke Flussufer.
Nenzing hat etwas, was kein anderer Ort hat - einen eigenen Himmel, denn Nenzinger Himmel oder Gamperdonatal heißt ein Seitental. Nun kommen Sie an einigen Fischteichen vorbei und bald auch an einer Wassertrete (für Kneippfreunde!). Auch der nächste Ort hat einen klingenden Namen: Frastanz.
Hier müssen Sie die Ill verlassen, nachdem Sie eine Zeitlang direkt auf dem Illdamm geradelt sind und fahren am Rande des Frastanzer Riedes nach Feldkirch. Auch diese Stadt hat einen sehenswerten mittelalterlichen Stadtkern, der sich aus der römischen Straßensiedlung Clunia am Fuße des Ardetzenberges entwickelt hat. Nach Feldkirch kommen Sie wieder in den Wald und durchfahren das Naturschutzgebiet Matschelser Ried, ein Flachmoorgebiet mit seltener Vegetation, wie der Sibirischen Schwertlilie und nähern sich dem Illspitz - der Stelle, wo die Ill in den aus der Schweiz kommenden Rhein mündet. Der Rhein ist hier noch ziemlich jung und wild, und Sie können rasten und den schäumenden Wassern zuschauen. Der Radweg geht nun mehr oder weniger auf dem Rheindamm entlang bis Koblach. Übernachtung in Mäder.

4. Tag: Von Mäder an den Bodensee - ca. 46 km

Immer offener wird das Rheintal, immer ferner wirken die Berge und heute kommen Sie ja auch ans Meer - ans „Schwäbische Meer“! Bis der Rhein bei Fussach in den Bodensee fließt, begleitet er Sie auf der linken Seite. Das andere Rheinufer gehört bereits zur Schweiz. Auf der rechten Seite haben Sie (hoffentlich) gute Sicht auf die Berge des Bregenzer Waldes. Das Vorarlberger Rheintal ist dicht besiedelt und wenn man vom Dornbirner Hausberg, dem Karren, ins Tal blickt, wirken die verschiedenen Orte wie eine einzige große Stadt. Aber Sie mogeln sich am Rand der Ansiedlungen durch und sehen nur vom Rheindamm aus die Häuser von Lustenau, bekannt als Zentrum der österreichischen Stickereiindustrie und für seinen verwegenen, für Fremde unverständlichen Dialekt! Vielleicht knurrt Ihnen ja hier schon der Magen dann essen Sie doch zur Brotzeit: „Käsdönnala“, eine Lustenauer Spezialität. In Höchst, das schon im Rheindelta liegt, wechseln Sie die Flussseite und fahren schnurgerade den Damm entlang bis Fussach, dort verlassen Sie den Rhein und radeln über den Lustenauer Kanal nach Hard. Und hier erblicken Sie es zum ersten Mal - das Schwäbische Meer, den malerischen Bodensee! Die Bregenzer Ach ist die Grenze zur Landeshauptstadt Bregenz, Musikfreunden durch die Bregenzer Festspiele bekannt. Sie kommen direkt an der imposanten Seebühne vorbei. Am See entlang radeln Sie über Lochau hinüber nach Deutschland, durch den charmanten Bodenseeort Lindau vorbei bis zu Ihrem Quartier im idyllisch gelegenen Wasserburg.
Die zahlreichen regelmäßig verkehrenden Linien-Schiffe auf dem Bodensee ermöglichen die verschiedensten Radtouren entlang des Uferradweges. Wir empfehlen Ihnen die folgenden beiden Tagestouren:

5. Tag: Wasserburg - Meersburg - ca. 38 km

Von der mehrfach zerstörten und oft umgebauten Wasserburg radeln Sie auf dem Bodensee Radweg durch Nonnenhorn und Kressbronn in westlicher Richtung. Kurz vor Langenargen sehr sehenswert: Deutschlands erste Kabelhängebrücke, die ohne stützende Pfeiler im Flussbett, im Jahre 1896 über die Argen erbaut wurde. Durch das Eriskircher Ried, das größte und bedeutendste Naturschutzgebiet am Nordufer, kommen Sie nach Friedrichshafen. Der Ort ist eng mit der Luftfahrtsgeschichte verknüpft. Am 2. Juli 1900 erhob sich hier die „fliegende Zigarre“ des Ferdinand Graf von Zeppelin - für 18 Minuten in die Lüfte. Vorbei an den auf Stelzen stehenden Häusern in Unteruhldingen kommen Sie zum Endpunkt dieser Tagesradtour am Bodensee, nach Meersburg. Rückfahrt nach Wasserburg mit einem Schiff der Bodensee-Schifffahrt. Diese Tour ist auch mit umgekehrtem Reiseverlauf durchführbar. Dann starten Sie am Morgen mit dem Schiff von Wasserburg gen Meersburg (Ü).

6. Tag: Rorschach - Konstanz - ca. 38 km

Heute beginnt und endet der Tag mit einer Seereise auf dem Bodensee. Auch bei der folgenden von uns vorgeschlagenen Reiseroute ist die Richtung wieder umkehrbar.
Mit einem Schiff fahren Sie über den Bodensee auf die Schweizer Seite nach Rorschach. Hier findet man ein interessantes Auto- und Motorradmuseum und das Kloster Mariaberg. Durch die Parkanlagen am See entlang und vorbei am Jachthafen Rietli kommen Sie nach Arbon mit der sehenswerten historischen Altstadt und Schloss Arbon mit seinem siebenstöckigen Schlossturm. Sie passieren den größten und wichtigsten Schweizer Bodenseehafen in Romanshorn und erreichen die schön gelegene Schwesterstadt von Konstanz - Kreuzlingen. Nehmen Sie sich Zeit um die vielen Sehenswürdigkeiten dieser beiden „Schwestern“ zu erkunden. Rückreise von Konstanz nach Wasserburg wieder mit der Bodensee-Schifffahrt Übernachtung nochmals in Wasserburg.
Wenn Sie sich für einen anderen Übernachtungsort am Bodensee (z. B. Lindau, Bregenz...) entschieden haben und daher nicht in Wasserburg starten, so machen wir Ihnen gern interessante Vorschläge für Ihre beiden Rad-Tage am Bodensee.


7. Tag: Heimreise oder individuelle Verlängerung

Diese Radreise endet in Wasserburg oder in dem von Ihnen gewählten Ort. Gern buchen wir für Sie zusätzliche Übernachtungen, wenn Sie die Bodenseeregion ausgiebiger entdecken möchten. Gäste die per Auto angereist sind haben gute Bahn-Verbindungen von Wasserburg oder vielen anderen Bodenseeorten zurück nach Bludenz.
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