Barbarossaweg
Teil 2: Durch den Hainich bis in das Kyffhäusergebirge
von Sontra bis Bad Frankenhausen

 

Nationalpark Hainich - ein Urwald inmitten von Deutschland mit dem einzigartigen Baumkronenpfad
Mühlhausen - St. Marienkirche, zweitgrößte Hallenkirche Thüringens, hier predigte Thomas Müntzer
Sondershausen – Residenzschloss- Museum mit der wundervollen Goldenen Kutsche
Bad Frankenhausen - Solequellen,Kurpark,Kyffhäuser-Therme, Barbarossahöhle, Bauernkriegsgedenkstätte „Panorama“
Kyffhäusergebirge - mit einer der größten und stärksten Burganlagen Deutschlands,der Reichsburg Kyffhausen

Wander-Reise

Der Fernwanderweg „Barbarossaweg“ verbindet in Hessen und Thüringen die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft mit vielen geschichtsträchtigen Orten und Sehenswürdigkeiten. Der zweite Teil der Wanderungen auf dem „Barbarossaweg“ beginnt in Hessen in Sontra und führt auf insgesamt acht Tagesabschnitten bis in das sagenumwobene Kyffhäusergebirge.
Bei Treffurt überschreitet der Weg die Werra und erreicht dann bald den Hainich. Der Wanderer besucht die Stadt der Tore und der Kirchen - Mühlhausen und die Musik- und Bergstadt Sondershausen, bevor er Barbarossas „Reich“, das Kyffhäusergebirge, erreicht. Natur und Geschichte in ihrer ganzen Vielfalt und Einmaligkeit vereint auf kleinsten Raum - das ist der Reiz eines der schönsten Mittelgebirge Deutschlands.
Der „von Raben umkreiste“ Kyffhäuser mit der Ruine der Reichsburg Kyffhausen und dem 64 m hohen Kyffhäuserdenkmal ist Namensgeber des 1990 gegründeten Naturparks (ca. 230 km²), der außer dem Kyffhäusergebirge auch die berühmte Karstlandschaft der Badraer Schweiz, das Lange Rieth in der Goldenen Aue, sowie Teile des Muschelkalkhöhenzuges der Hainleite mit dem Wipperdurchbruch umfasst.
Das im Norden im Kulpenberg (473 m) gipfelnde Kyffhäusergebirge bricht mit einer bis zu 300 m hohen Steilstufe zur Goldenen Aue ab, die ihn vom Harz trennt, während es im Süden vergleichsweise sanft in das Frankenhäuser Tal verläuft. Das 19 km lange und bis zu 7 km breite Laubwaldgebirge Kyffhäuser trug im Mittelalter 4 Burgen. Die auf 800 m begehbare Barbarossahöhle bei Rottleben ist die längste und eine der größten Gipsschauhöhlen Europas. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten dieses Naturdenkmals zählen hallenartige Hohlräume, kristallklare Seen und lappenartige Deckengewölbe. Sehenswert in Bad Frankenhausen: zahlreiche alte Fachwerkhäuser, Schloss und Bauernkriegsgedenkstätte „Panorama“ mit Gemälde von Werner Tübke.  
Der Tourencharakter der Wanderungen auf dem Barbarossa-Weg im Kyffhäusergebirge lässt sich als wald- und aussichtsreiche Wiesenwanderung auf fast durchgehend bequemen Wegen beschreiben.
Wo Barbarossa träumte... - träumen auch Sie:
Badeerlebnis in der Kyffhäuser-Therme, Barbarossahöhle & Königspfalz Tilleda.
Ausgedehnte Buchenwälder & viele geologische Kostbarkeiten
auf den Wanderungen von der Werra durch den Hainich bis zum Naturpark Kyffhäuser.

Reiseverlauf - Wandern ohne Gepäck - Änderungen vorbehalten!

1. Tag: individuelle Anreise nach Sontra

Anreise nach Hessen und Übernachtung in Sontra.

2. Tag: Sontra - Weißenborn - ca. 25 km

In einem Ortsteil von Sontra, in Wichmannshausen, wird der Barbarossaweg erreicht und der Weg führt stetig bergauf bis zum Gut Boyneburg (512 m). Eine zwölf Morgen umfassende Wallanlage bedeckt die gesamte Gipfelfläche und bietet eine schöne Aussicht. Auf schmalem Grat geht es weiter bis nach Röhrda im Tal der Netra mit einer spätgotischen Kirche – sehr markant der achteckige Fachwerkturm. Über den Schieferstein und den Schäferberg wird das Ziel dieser Tageswanderung, der kleine Ort Weißenborn, erreicht. Da hier z. Z. keine Übernachtungsmöglichkeit ist, werden die Wanderer per Transfer (ca. 12 km) zum Quartier in Treffurt gebracht. Übernachtung in Treffurt.

3. Tag: Weißenborn - Treffurt - ca. 24 km

Am zweiten Wandertag werden die Gäste wieder per Transfer vom Quartier in Treffurt nach Weißenborn zum Ausgangsort der zweiten Wanderstrecke gefahren. Der Weg steigt an bis zum Massiv der Schäferburg, einer frühgeschichtlichen Fliehburg, führt um das Königental bis zur Thüringer Grenze am Kreutzerberg und verläuft nun nahe der Landesgrenze auf dem ehemaligen Kontrollweg des Bundesgrenzschutzes bis zum Dreiherrenstein. Schautafeln erzählen von Geschichten und Sagen. Der Wanderer erreicht über den Heldrastein mit wunderbarer Aussicht von der Kanzel das malerisch im Tal der Werra liegende Treffurt. Übernachtung wieder in Treffurt.

4. Tag: Treffurt - Mühlhausen - ca. 24 km

Zur Burg Normannstein verläuft der Weg steil bergauf und erreicht bald die beliebten Rastplätze Lindenhecke und das Wetterkreuz. Die Stadt der Tore und der Kirchen, Mühlhausen, ist das heutige Ziel. Es waren die 59 Türme der Kirchen und der Stadtmauer, die dem Ort den Namen „Mulhusia turrita“ - das turmgeschmückte Mühlhausen gaben. Übernachtung in Mühlhausen.

5. Tag: Mühlhausen - Deuna - ca. 25 km

An der Unstrut startet die Wanderung und führt entlang des Ölgrabens bis nach Ammern und im Reiserschen Tal vorbei am 30 m hohen Viadukt der Bahnlinie. Das auf einem tafelförmigen Plateau liegende Kaisershagen und der kleine Ort Sollstedt mit zahlreichen Thüringer Fachwerkhäusern werden erreicht. Im großen Bogen geht der Wanderer um das schöne Waldgebiet des Hagel und kommt zum Wanderwegekreuz am Keulaer Rondell mit herrlicher Aussicht auf das Wippertal. Übernachtung in Deuna.

6. Tag: Deuna - Hainrode - ca. 25 km

Von Deuna aus bergauf zum Keulaer Rondell und weiter auf einem schmalen Pfad durch Buchenwald wird der Naturpark Hainich erreicht. Vorbei an der barocken Kirche von Friedrichsrode, einem typischen Reihendorf mit Thüringer Fachwerkhäusern, kommt der Wanderer zur auf einem Bergsporn gelegenen Burg Lohra. Bei Hainrode am Fuße der Hainleite, inmitten eines idyllischen Tales gelegen, befindet sich das Ziel dieses Wandertages, die Waldgaststätte "Teichtal". Übernachtung in Hainrode.

7. Tag: Hainrode - Sondershausen - ca. 23 km

Bis in das Erlebnisreich Straußberg verläuft der Barbarossaweg auf dem Hainleite Wanderweg. Dort befindet sich entlang des Barbarossaweges ein Affenwald mit Freigehege und eine Sommerrodelbahn. Ein historischer fürstlicher Fahrweg wird bis zum 411 Meter hohen Frauenberg genutzt und durch einen steilen Hohlweg geht es abwärts in das wunderschön gelegene Jechaburg. Zwischen den bewaldeten Höhenzügen der Hain- und Windleite, im Tal der Wipper, liegt die Musik- und Bergstadt Sondershausen. Übernachtung in Sondershausen.

8. Tag: Sondershausen - Bad Frankenhausen - ca. 30 km

Vorbei am Jüdischen Friedhof geht der Weg hinauf zum Rondell Sondershausen, einem Aussichtpunkt auf dem Göldner (394 m). Der Spatenberg mit dem fast 20 Meter hohen Bismarckturm ist das nächste Ziel und es tun sich dem Wanderer bald herrliche Ausblicke in das Wippertal und zur Windleite auf. Auch das breit ausladende Kyffhäusergebirge wird bald sichtbar und bei Bendeleben wartet der nächste Höhepunkt dieser Tour, die Barbarossahöhle. Sie gilt als die größte erschlossene Gipshöhle in Europa und ist als Geopark ganzjährig geöffnet. Übernachtung im Kurort Bad Frankenhausen.

9. Tag: Bad Frankenhausen - Kyffhäuser-Denkmal - ca. 15 km

Die letzte Wanderung auf dem Barbarossaweg führt vorbei am Schlachtberg mit dem weithin sichtbaren Rundbau des Panorama- Museums. Beim Tilledaer Tor erreicht der Weg den Wald, es geht hinunter ins Pfützental und bald wieder stetig bergauf, aber es lohnt die Mühe, denn vom Gietenkopf (427 m) hat man herrliche Ausblicke zum Kyffhäuserdenkmal. Durch das Wolwedatal hinein nach Tilleda mit der Ausgrabungsstätte der Königspfalz auf dem Pfingstberg: eine vollständig ausgegrabene und teilweise rekonstruierte Anlage aus dem Mittelalter. Von hier aus erfolgt der Aufstieg zum Kyffhäuserdenkmal. Das Denkmal wurde am 18. Juni im Jahre 1896 in den Ruinen der alten Reichsburg Kyffhausen zum Gedenken an Wilhelm I. erbaut. Der 81 m hohe Turm des Denkmals bietet eine phantastische Aussicht über den Naturpark. Für den Rückweg vom Kyffhäuserdenkmal nach Bad Frankenhausen kann man den Wanderweg durch das Apfeltal und auf dem Schwarzen Weg wählen, dann ca. 8 Kilometer zusätzlich. Oder die Rückfahrt per Linienbus oder Taxi nach Bad Frankenhausen (zusätzliche Kosten). Am Abend steht dann Erholung und Entspannung auf dem Programm - Sie besuchen die Kyffhäuser-Therme. Übernachtung in Bad Frankenhausen.

10. Tag: Heimreise oder Verlängerungsaufenthalt

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