Gipfelstürmertour auf dem Kammweg Erzgebirge
1. Teil:
Vom Vogtland zum Fichtelberg im Erzgebirge:
Von Schöneck nach Bärenstein
Von Schöneck nach Bärenstein
Wanderung durch den Naturpark Erzgebirge/Vogtland zum
Schneckenstein - Aschberg - Auersberg 1.019 m - Fichtelberg 1.214 m - Bärenstein
Reiseverlauf - Wandern ohne Gepäck! - Änderungen vorbehalten!
1. Tag: Anreise nach Schöneck im Vogtland
Anreise nach Schöneck im Vogtland. Bahnanschluss vorhanden. Schöneck liegt inmitten des Naturparkes Erzgebirge/Vogtland in einer Höhenlage von 700 - 800 m ü. N. N. und wird deshalb auch "Balkon des Vogtlandes" genannt. Das Land fällt sanft in Richtung Südwest bis Nord ab. So hat man von hier ein Blickfeld von 2000 Quadratkilometer. Man soll schon das 100 Kilometer entfernte Leipziger Völkerschlachtdenkmal gesehen haben. Geologisch bildet die Schönecker Hochfläche den westlichen Ausläufer des Erzgebirges. Wegen seiner Höhenlage und der ausgedehnten Nadelwälder ist Schöneck seit Jahrzehnten ein beliebter und immer mehr besuchter höhenklimatischer Erholungsort. Die Sommermonate locken hauptsächlich Wanderfreunde und Ruhesuchende nach Schöneck. Weite dichte Fichtenwälder und herbe reine Gebirgsluft sind Grundlagen für eine gute Erholung. Quartier in Schöneck.
2. Tag; Schöneck - Klingenthal - ca. 18 km
Ihre Wanderung beginnt im vogtländischen Musikwinkel und führt Sie vorbei am idyllisch gelegenen Neuwaldteich zur Muldentalsperre und dem Sauteich mit dem Technischen Denkmal Floßrutsche. Nach dem Rastplatz Kielfloßgraben, empfehlen wir den E3 zu verlassen und lohneswerten Abstecher zur Schneckensteinaussicht und zum Schneckenstein mit seiner Aussichtskanzel - der größte Topasfelsen in Europa, zu machen. Auf dem grün-weiß gekennzeichneten Lehrpfad Kiel gelangen Sie dann zum Mineralienzentrum Schneckenstein mit Irrgarten und zum Schaubergwerk. Bald erreichen Sie den Fernweg E3 wieder und haben an der Winselburg eine herrliche Aussicht auf Gottesberg In Mühlleithen - ein durch den Wintersport bekannt gewordener Ortsteil von Klingenthal - verlassen Sie den Kammweg und laufen zum Aschberg (936 m). Endpunkt Ihrer Tagestour ist Klingenthal mit der neuen großen Vogtlandschanze. Quartier in Klingenthal am Aschberg.
3. Tag: Klingenthal - Weitersglashütte - ca. 15 km
Vom Quartier aus geht es wieder hinauf auf den Aschberg. Nun führt Ihre Wanderung direkt auf der Kammloipe, entlang der Grenze zum böhmischen Teil des Erzgebirges (dieser Streckenabschnitt ist nur von Ende April-Oktober begehbar, im Winter den Skifahrern vorbehalten). Durch das Naturschutzgebiet Großer Kranichsee erreichen Sie die Talsperre Carlsfeld, die auf einem Rundweg umwandert werden kann. Quartier in Weitersglashütte.
4. Tag: Weitersglashütte - Breitenbrunn - ca. 21 km
Auf dem Kalten Brunneflügel und dem Amselpfad kommen Sie in den kleinen idyllisch gelegenen Ort Wildenthal und Ihnen steht wieder ein Anstieg bevor, denn auf dem Schlangenweg führt Sie die Wanderung hinauf auf den zweithöchsten Berg Sachsens, den Auersberg (1019 m) mit Aussichtsturm und Gasthaus. Hier „oben“ verlässt der Blaue Kammweg den Fernwanderweg E3. Vorbei am Rastplatz Kleiner Stern gehen Sie hinab nach Steinbach, ein Ortsteil von Johanngeorgenstadt. Ihren Weg begleitet nun der oft wilde Steinbach, Sie stehen bald an den Kletterfelsen der Teufelssteine und sind im kleinen Ort Erlabrunn. Auf dem steilen Heuschuppenweg kommen Sie zum Rabenberg und erreichen bald Ihr Quartier in Breitenbrunn.
5. Tag: Breitenbrunn - Fichtelberg (1214 m) - Oberwiesenthal - 23 km
Auf der Joachimsthaler Straße verlassen Sie Breitenbrunn und wandern hinauf zur Himmelswiese (916 m) - hier befindet sich ein Personengrenzübergang nach Tschechien. Nun sind Sie auf dem Anton-Günther-Weg, ein Fernwanderweg zu Ehren eines Heimatdichters der Region und dieser Weg begleitet Sie bis zum Fichtelberg. Doch bevor Sie den höchsten Berg Sachsens erreichen, passieren Sie die Halbemeilewiese, den hübsch gelegenen Ort Rittersgrün und kommen auf dem Klingerbachweg nach Tellerhäuser. Der Weg verläuft nun stetig bergan auf - den Fichtelberg mit seinen 1214 Meter Höhe. Der nahe Kurort Oberwiesenthal ist mit 914 m über NN die höchstgelegene Stadt Deutschlands, und mit der ältesten Seilschwebebahn Deutschlands, oder zu Fuß ist das Tal zu erreichen Übernachtung in Oberwiesenthal.
6. Tag: Oberwiesenthal - Bärenstein - ca. 18 km
Sie verlassen das Fichtelberggebiet auf dem Bärenfang- und Flößzechenweg, wandern nach Kretscham-Rotensehma, wo Sie die Gleise der Fichtelbergbahn queren, bis zur Talsperre Cranzahl. Sie können die Talsperre umrunden, oder gleich auf dem Klappermühlenweg zum Endpunkt dieser Tour nach Bärenstein laufen. Ursprünglich gehörte der Berg Bärenstein zum erzgebirgischen Urwald »Miriquidi«. Seine steinigen Hänge und die dichte Bewaldung war wohl beliebter Aufenthaltsort von Braunbären, die zu dieser Zeit sehr zahlreich vorkamen, und den Berg seinen Namen gaben. Auf dem beliebten Aussichtspunkt wurde im Mai 1913 der Grundstein für ein Unterkunftshaus mit Aussichtsturm gelegt. Quartier in Bärenstein - Wohlfühlen und entspannen auf 898 Meter über NN.
7. Tag: Heimreise
Sie können den letzten Tag oder einen Verlängerungsaufenthalt für eine Wanderung in der schönen Umgebung von Bärenstein oder für einen Abstecher nach Böhmen nutzen. Heimreise in eigener Regie. Bahnanschluss vorhanden.
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