Kräuterhexen & Buckelapotheker
Auf dem Olitäten-Wanderweg durch das idyllische Thüringer Schwarzatal


Das Schwarzatal und das Thüringer Schiefergebirge
wunderbare wanderbare Thüringer Perlen.
Bad Blankenburg - Luftkurort am Eingang des idyllischen Schwarzatals,
mit Burg Greifenstein und dem Fröbel-Museum
Schwarzburg - das landschaftlich herrlich gelegene Schloss Schwarzburg
im Jahre 1919 unterzeichnete F. Ebert hier die Verfassung der Weimarer Republik
Oberweißbacher Bergbahn - mit unglaulichen 25 % Steigung
steilste Standseilbahn zum Transport normalspuriger Eisenbahnwaggons
Oberweißbach - schmucke Fachwerkhäuser, Fröbelturm und Geburtshaus und
größte Dorfkirche Thüringens
Königsee - Olitätenhochburg, attraktive Spielzeug- und Trachtenstadt
im grünen Herzen Deutschlands

Wander-Reise im Olitätenland

Der Olitäten-Wanderweg führt auf einem Rundkurs (Gesamtlänge: ca. 177 km) durch den Thüringer Kräutergarten, rechts und links des Schwarzatals. Das wildromantische, ca. 50 km lange Schwarzatal ist ein tief eingeschnittenes Kerbtal im Thüringer Schiefergebirge. In vielen Orten des Schwarzatales hat das Olitätengwerbe eine jahrhundertelange Tradition.
Als Olitäten bezeichnet man alle Arten von Ölen, Essenzen, Kräuterlikören und Duftwässern, welche in den Waldgegenden des Thüringer Schiefergebirges als Arzneimittel und Parfümerien fabriziert und von herumziehenden Olitätenhändlern, den so genannten Buckelapothekern, europaweit vertrieben wurden.
Die Buckelapotheker vertrieben vom 16. bis ins 20. Jahrhundert Olitäten (Naturheilmittel) in ganz Mitteleuropa. Der Name stammt daher, dass sie auf ihrem Rücken (Buckel) ein Holzgestell, das Reff (eine Art übermannshohe Kraxe), trugen. Auf dem Reff waren die Heilmittel in Tonkrügen, Glasflaschen und Spanschachteln verpackt und wurden meist zu Fuß auf oft mehrwöchigen Reisen zu den Kunden in ganz Europa transportiert, wobei eine Familie jeweils für ein ganz bestimmtes Absatzgebiet zuständig war.
Eines der Gebiete, in dem die Olitäten gesammelt, verarbeitet und vertrieben wurden, liegt im Thüringer Wald und erstreckt sich über etwa 300 km². Die Hauptortschaften der Buckelapotheker waren Oberweißbach, Deesbach, Meuselbach-Schwarzmühle, Großbreitenbach, Schmiedefeld und Königsee.
In Königsee z. B. findet man die traditionsreiche Firma Hofmann & Hofmann, die seit der Gründung 1906 einheimische Kräuter zu Arzneimitteln verarbeitet - bekannt hierfür die „Dreierlei Tropfen“.
Das Thüringer Schiefergebirge ist aber nicht nur durch die Olitäten bekannt - es ist auch eine traditionsreiche Handwerkerregion: in Sitzendorf erfand Georg Macheleid 1760 das Thüringer Porzellan. Sehr sehenswert die Porzellanmanufaktur und das dazugehörige Museum mit Vorführstraße und Verkauf in Sitzendorf.

Erleben Sie auf erholsamen Wanderungen eines der ältesten Naturschutzgebiete Thüringens und die malerisch in das Schwarzatal eingebetteten kleinen Orte.

Reiseverlauf - Wandern OHNE Gepäck - Änderungen vorbehalten!

1. Tag: individuelle Anreise nach Bad Blankenburg
Gern buchen wir für Sie eine frühere Anreise, wenn Sie zusätzliche Tage in Bad Blankenburg, Saalfeld oder im Thüringer Wald verbringen möchten. Übernachtung in Bad Blankenburg. Bahnanschluss vorhanden.

2. Tag: Bad Blankenburg - Schwarzburg - Sitzendorf - ca. 14 km
Durch das wildromantische enge Schwarzatal führt die Wanderstrecke nach Schwarzburg. Über die Schwarzabrücke kommen Sie zur Talkirche, die aus einer kleinen Kapelle entstanden ist. Nach Passieren der Jugendherberge wandern Sie steil hinauf zum Schlossbergareal mit dem Kaisersaal. Am 11. August 1919 unterzeichnete Reichspräsident Friedrich Ebert in Schwarzburg die Weimarer Verfassung. Auf einem Rundgang erleben Sie die Schlossruine, das Torhaus, den Schlossbrunnen, den „Fürstlichen Kräutergarten und können den fürstlichen Rundblick genießen. Es geht wieder hinab zur Schwarza und Sie erreichen bald Sitzendorf mit der Porzellanmanufaktur und dem Bauernmuseum. Quartier in Sitzendorf.

3. Tag: Sitzendorf - Oberweißbach - Cursdorf
- ca. 17 km
Sie verlassen das malerische Sitzendorf und folgen weiter der Schwarza. Bald passieren Sie den Rastplatz „Potsdamer Platz“ und erreichen den Abzweig zur Talstation der Oberweißbacher Bergbahn, mit der Sie hinauf nach Lichtenhain fahren werden. Ein architektonischer Leckerbissen ist die Bergstation mit dem sehenswerten Einfahrtsportal in Fachwerkbauweise. Nun ist es nicht mehr weit bis in Fröbels Geburtsort Oberweißbach. Auf dem Kräuterlehrpfad führt Sie dann die Wanderung hinauf zum Fröbelturm (784 m), wo der ringsum beliebte Berggasthof zur Einkehr einlädt. An der Wanderwegkreuzung Himmelsleiter (mit hohen Holzkreuz und Schutzhütte) machen Sie einen Schwenk zum Tagesziel nach Cursdorf - mit 750 m der höchstgelegene Ort der Bergbahnregion. Quartier in Cursdorf.

4. Tag: Cursdorf - Großbreitenach - Gillersdorf - ca. 14 km
Nach Verlassen des Ortes haben Sie bald einen herrlichen Blick zum Langen Berg bei Großbreitenbach und erreichen die Meuselbacher Kuppe - ein beliebtes Ausflugsziel. In Meuselbach entstand einst die erste Pharmafabrik Deutschlands. Der Blechstieg führt Sie auf eine Höhe, wo bald ein idyllischer Waldteich zu einer Wanderrast einlädt. Durch das Böhlener Tal und den Mühlengrund wandern Sie weiter nach Großbreitenbach. Hier befindet sich Klosspressmuseum und ein Königlicher Kräutergarten. Nun ist es nicht mehr weit bis zu Ihrem Quartier bei Gillersdorf.

5. Tag: Gillersdorf - Königsee - Dröbischau - ca. 20 km
Auf dem Panoramaweg Langer Berg, der viele wundervolle Aussichten bietet, starten Sie die heutige Tageswanderung und gelangen nach Herschdorf. Die Kirche des kleinen Dorfes fällt durch ihren imposanten und ungewöhnlichen runden Turmbau auf. Der Weg folgt dem kleinen Rinnebach und Sie erreichen das von Muschelkalkhängen umgebene Garsitz mit seinem schön gestalteten Dorfplatz. Auf dem folgenden Weg entlang von Gartenanlagen haben Sie bald einen schönen Blick auf Königsee mit seiner imposanten Stadtkirche. Nach Verlassen von Königsee führt die Wanderung zum weithin sichtbaren Trompetenhügel (635 m) bei Dröbischau. Hier gibt es eine Schutzhütte, und Sie haben von den Bänken eine herrliche Aussicht auf das Olitätenland mit dem großen Dröbischauer Kräutergarten. Im Heimatmuseum von Dröbischau können Sie sich über die Geschichte der Olitäten ausgiebig informieren. Quartier bei Dröbischau.

6. Tag: Dröbischau - Oberhain - Bechstedt - ca. 20 km
Weißdorn-, Vogelbeer- und Wildkirschhecken säumen den Weg in Richtung zum Barigauer Turm, von dem Sie einen tollen Blick in alle vier Himmelsrichtungen haben werden. Auch auf dem nun folgenden Teilstück der Wanderung haben Sie oft schöne Fernsicht mit Blick u. a. auf die Bergbahn und erreichen bald Oberhain mit seiner von schmucken Häusern umgebenen Kirche. Vorbei an zwei hübschen Brunnen verlassen Sie den Ort in Richtung Käsemarkt und dem Geiersberg. Die nächste Station ist Allendorf, wo die stattliche Kirche mit dem ungewöhnlich angeordneten Altar einen Besuch lohnt. Quartier in Bechstedt.

7. Tag: Bechstedt - Bad Blankenburg - ca. 10 oder 24 km
Vorbei an den hellen Muschelkalkhängen der Gölitzwände führt der Weg bergauf - Möglichkeit für einen Abstecher zur Trippstein-Aussicht (einer der schönsten Blicke Thüringens). Die Lavendelregion des Olitätenlandes ist erreicht. Ein weiterer Höhepunkt ist der Griesbachfelsen. Der markante Aussichtsfelsen bietet einen schönen Blick über das Olitätenland mit der schwungvoll im Tal vorbeiziehenden Schwarza. Der Olitätenweg führt nun direkt bis nach Bad Blankenburg. Wenn Sie nun Ihre Wanderung beenden, ist die Tagesstrecke ca. 10 km lang. Wir empfehlen Ihnen die Rundwanderung bei Bad Blankenburg, auf Fröbels Spuren (ca. 14 km), noch anzuhängen. Dann beträgt die Gesamtwegstrecke: ca. 24 km. Quartier nochmals in Bad Blankenburg.

8. Tag: Heimreise oder individuelle Verlängerung
Diese Wanderreise durch das wanderbare Olitätenland endet in Bad Blankenburg.

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