Gipfelstürmertour auf dem Kammweg Erzgebirge
Höhenwanderung über das
deutsch-tschechische Grenzgebirge

2. Teil: Durch das Erzgebirge zur Pinge:
Von Bärenstein nach Altenberg

Als Pinge bezeichnet man den außen sichtbaren Trichter, der als Folge eines Stolleneinbruches entsteht. Die Altenberger Pinge entstand durch 3 Bergbrüche als Folge der Unterhöhlung des Berges mit Stollen und Schächten. Mittels Feuersetzen wurde das Erz in so genannten Weitungsbauen mürbegebrannt. Nach der Gewinnung und Abförderung des Erzes blieben große, dicht aneinander liegende Hohlräume zurück. Diese hielten auf Dauer dem Bergdruck nicht mehr stand und stürzten ein. Zwei kleinere Bergbrüche erfolgten in den Jahren 1545 und 1578, der schwerste Bruch war aber am 24. Januar 1620. Einige Häuser wurden mit in die Tiefe gerissen, andere stürzten in sich zusammen. Beim Zusammenbruch des Bergwerks bildete sich an der Erdoberfläche ein Einbruchtrichter von anfangs ca. 2 ha Größe. Durch den weiteren Erzabbau vergrößerte sich die Pinge bis zur Einstellung des Zinnbergbaus auf 12 ha Fläche, fast 150 m Tiefe und etwa 400 m Durchmesser.

Reiseverlauf - Wandern ohne Gepäck - Änderungen vorbehalten!

1. Tag: Anreise nach Cranzahl und Transfer nach Bärenstein

Individuelle Anreise nach Cranzahl. Da Bärenstein nicht mehr über Bahnanschluss verfügt, werden Sie per Transfer (in den Leistungen enthalten), nach Bärenstein gefahren. Quartier in Bärenstein. Bei PKW-Anreise, fahren Sie zum Quartier in Bärenstein.

2. Tag: Bärenstein - Satzung - ca. 20 km

Unmittelbar entlang der Grenze zum Böhmischen Erzgebirge wandern Sie in die kleine Bergstadt Jöhstadt. Nun verläuft der Weg im Schwarzwassertal entlang der Bahnstrecke der Preßnitztalbahn (Museumsbahn) und führt bald steil bergan auf die Satzung-Kühnhaider-Hochfläche in eines der höchstgelegenen Dörfer Sachsens. Quartier in Satzung.

3. Tag: Satzung - Rübenau - ca. 18 km

Strecke: Mit dem Aufstieg zum Hirtstein (889 m) beginnt der heutige Tag. Reitzenhain – Moorlehrpfad Stengelhaide – Herrenhaide – Kühnhaide – direkt entlang der Grenzlinie  nach Kriegwald – Quartier bei Rübenau.

4. Tag: Rübenau – Kurort Seiffen - ca. 26 km

Strecke: Rübenau – Heilpflanzen und Kräuter Lehrpfad – Vogelherd 773 m – Lehmheider Teich – Hirschberg – Lochmühle (man kann auch direkt von Rübenau zur Lochmühle gehen, dann kürzt man die Strecke um ca. 3 km) – Stößerfelsen – Rothenthal – Pföbe – Grünthal mit Museum Saigerhütte – Oberneuschönberger Kirche – auf dem Mühlenweg hinein in den Kurort Seiffen – Quartier.

5. Tag: Kurort Seiffen - Holzau - ca. 23 km

Strecke: Spielzeugdorf Seiffen mit dem Erzgebirgischen Spielzeugmuseum und zahlreichen Schauwerkstätten – Schwartenberg 787 m – Neuhausen mit Schloss Purschenstein und dem Nußknackermuseum – auf der Alten Poststraße vorbei an der König Friedrich-August-Höhe 735 m – Historische Rachelbrücke – Rechenberg-Bienenmühle mit dem Sächsischen Brauerei-Museum - Quartier bei Holzhau

6. Tag: Holzhau - Altenberg - 21 km

Hinter dem Teichhaus gelangen Sie auf den Grenzweg und wandern durch das Naturschutzgebiet „Hemmschuh“. Auf dem Teichweg vorbei am Schwarzen Teich geht es auf den Kahleberg und bald sind Sie am Endpunkt Ihrer Tour in Altenberg.
Die Bergstadt Altenberg verdankt ihre Entstehung dem Zinnbergbau. Um 1440 entdeckten Bergleute die Lagerstätte am "Alten Berg". Sie gilt als die größte Zinnerzlagerstätte Mitteleuropas. Mit dem Auffinden des Erzes setzte eine intensive Bergbautätigkeit ein, die bereits 1451 zur Ansiedlung führte. 1489 wurde die Stadt erstmals "Altenberg" genannt. Die Förderung des "Letzten Huntes" im März 1991 beendete die über 550-jährige Bergbaugeschichte Altenbergs. Einen umfassenden Überblick von der historischen Erzgewinnung bis hin zur Aufbereitung erhalten Sie im Bergbaumuseum Altenberg mit seinen drei Ausstellungsbereichen Schaustollen, Historische Zinnwäsche und Museumsfreifläche. Quartier in Altenberg.

7. Tag: Heimreise

Bevor Sie das Osterzgebirge verlassen, sollten Sie noch den beliebten Ausflug auf den Geisingberg (824 m) mit seiner wundervollen Aussicht unternehmen. Rückreise (Bahnanschluss vorhanden) oder verlängern Sie diese Tour mit dem 3. Teil der Wanderreise von Altenberg in die Sächsische Schweiz. Heimreise in eigener Regie. Bahnanschluss vorhanden.
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