Satt sehen an Seen
Wanderungen auf dem Märkischen Landweg durch
das Naturwunder der Uckermark in Mecklenburg-Vorpommern


Fürstenberg/Havel – Marktplatzensemble mit Stadtkirche im neubyzantinischen Stil aus gelbem Backstein; 45 m lange überdachte Holzbrücke; Brandenburgisches Forstmuseum; Draisine; Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Bredereiche – alte märkische Fachwerkkirche (1689); Havelschleuse; Holländer-Windmühle
Lychen – mittelalterliche Stadtmauer (1302-1304); Flößereimuseum
Templin – Perle der Uckermark, Altstadt mit barockem Rathaus und Fachwerkhäusern; Stadtmauer mit Wieken, Türmen und Stadttoren
Knehden – Aschbergmoor und historisches Gut Knehden
Ringenwalde – UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin; Schlosspark in englischem Stil; Gneisgranitfindling
Wolletz – abwechslungsreiche Landschaft mit sanften Hügeln, klaren Seen und dunklen Wäldern
Angermünde – Reste der Stadtburg (13. Jh.); Pulverturm mit Stadtmauer; Alte Wache; Prangeresel
Nationalpark Unteres Odertal - eine der seltenen geschützten Flussauen Europas - 1.727 Pflanzenarten und 2.955 Tierarten - Toskana des Nordens - sanfte weite flussnahe Hügellandschaft - Criewen - Gutspark mit Schloss und Nationalparkbesucherzentrum

Märkischer Landweg - Wanderreise ohne Gepäck

Die Uckermark ist die wald- und seenreiche Landschaft zwischen Havel und unterer Oder im Nordosten des Landes Brandenburg und erstreckt sich beiderseits des Uckertals mit den Uckerseen. Mit ca. 3000 km² Fläche und ca. 135.000 Einwohnern ist sie der größte Landkreis Deutschlands und gehört zu den am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands. Hier findet sich die Natur noch in ihrer Unberührtheit und Sie erleben beste Bedingungen für Ruhe und Erholung in der Natur, dazu Orte mit Geschichte und Kultur. Die über 400 Seen, Sölle, Flussläufe und Moore, ausgedehnte Wälder, Felder und Wiesen bieten ideale Voraussetzungen für einen schönen Wanderurlaub.
Die Form der Uckermark ist das Ergebnis der letzten großen Eiszeit, die ein außergewöhnliches Relief hinterließ. Gletscher, Schmelzwasser und Winde formten eine einzigartige Landschaft - in der Ebene Sander, hügelige Endmoränen und seenreiche Grundmoränen.
Die Uckermark lässt sich folgendermaßen kurz beschreiben: sie duftet nach Laub und Räucherfisch; sie klebt an den Wanderschuhen wie fruchtbarer Ackerboden; sie schmeckt krustig frisch wie das »Uckermärker Landbrot«; sie prickelt auf der Haut wie ein Sprung in den Oberuckersee und sie präsentiert sich so bunt wie die herbstliche Schorfheide.

Der Nationalpark Unteres Odertal

schützt eine Flussaue, die letzte noch in großen Teilen intakte Flussmündung Mitteleuropas mit ihren angrenzenden Hängen, Laubmischwäldern und blütenreichen Trockenrasen. Mehr als 161 Vogelarten brüten im Nationalpark, darunter See-, Fisch- und Schreiadler. Er ist Deutschlands einziger Auennationalpark und zugleich das erste grenzüberschreitende Großschutzgebiet mit Polen. Er gehört zu den artenreichsten Lebensräumen Deutschlands. Mit seinen Flussaltarmen, und den regelmäßig überfluteten Auen ist das untere Odertal ein Paradies für Wasservögel als Brut-, Rast und Überwinterungsplatz.
In der wunderschönen Seenlandschaft der Uckermark fehlt es leider oft an nahe dem Wegverlauf gelegenen Quartieren, daher sind die Etappen auf dieser Wanderreise recht lang, lassen sich aber meist auch abkürzen.

Viel Spass beim Erkunden!

Reiseverlauf - Wandern ohne Gepäck - Änderungen vorbehalten!

1. Tag: Anreise nach Fürstenberg/Havel

Gern buchen wir Ihnen zusätzliche Übernachtungen, wenn Sie vor Ihrem Tourenstart noch auf Entdeckungstour gehen möchten. Quartier in Fürstenberg, Bahnanschluss für Bahnreisende vorhanden.

2. Tag: Fürstenberg/Havel – Lychen - ca. 29 km

Fürstenberg/Havel bildet das nördliche Tor zur "Mecklenburgischen Seenplatte" und ist von den Seen Röblinsee, Baalensee und Schwedtsee umgeben. Der Weg führt Sie entlang von See- und Flussufern, Wald, offener Landschaft mit Wiesen und Feldern bis nach Himmelpfort. Wir empfehlen Ihnen den Besuch des Weihnachtspostamtes und die Besichtigung der 700 Jahre alten Ruine des Zisterzienserklosters mit seinem Klostergarten. Wald und Wasser stehen im Mittelpunkt dieser schönen und stillen Etappe. In der warmen Jahreszeit sollten Sie Badesachen immer griffbereit haben, da Sie unterwegs auf einige sehr idyllische Badeplätze stoßen. Sie erreichen Lychen - die Stadt der Sieben Seen. Quartier in Lychen.

3. Tag: Lychen - Templin - ca. 25 km

Nach Verlassen der Stadt führt Sie der Weg an den Ufern zwei zusammenhängender Rinnenseen mit wunderschönen Ausblicken entlang. Der Zenssee präsentiert sich in leuchtendem Türkis und der Platkowsee ist eher dunkel. Eine Fischspezialität der Region ist die Maräne, die in den klaren und tiefen Gewässern heimisch ist. Ein besonderes Kleinod  ist die Kirche von Alt Pacht mitten im Wald und umgeben von malerischen alten Linden. Begleitet vom Duft der Felder macht es hier einfach nur noch Spaß, Urlaub zu machen. Es tut gut, in der Weite des sanft hügeligen Geländes tief durchzuatmen. Quartier in Templin.

4. Tag: Templin - Ringenwalde - ca. 28 km

Auf dieser Etappe sind es nicht die Seen, die den Weg prägen, sondern die Ruhe und Einsamkeit des märkischen Waldes (Kiefern- und Laubmischwald mit Buchen und Eichen). Aber ganz ohne Seen geht es nicht. Im Frühling ist es ein beliebtes Einzugsgebiet der Kraniche, auch Schwarzstörche sind mit Glück zu beobachten. Ab Ahlimbsmühle kommen Sie in die nördliche Schorfheide, in das Naturschutzgebiet „Ringenwalder Endmoränenbogen“. Die Landschaft ist ab hier leicht hügelig und rechts und links des Weges erstrecken sich Pilzwälder. Überall am Wege liegen die für Moränen typischen Findlinge und ausgetrocknete kleine Brüche sind zu sehen. Quartier in Ringenwalde oder am Großdöllner See.

5. Tag: Ringenwalde - Angermünde - ca. 30 km

Diese Strecke bietet Ihnen viel Wald und Endmoränen. Ringenwalde ist eine typische Schorfheide-Randgemeinde (1316 erstmals urkundlich erwähnt), die, wie die meisten von ihnen, viel älter ist als die innerhalb der Schorfheide unter Friedrich Wilhelm I. und Friedrich Wilhelm II. geschaffenen „Busch- oder Heidedörfer“. Zu empfehlen ist eine Rundtour durch den nach Plänen von Lenne gestalteten Schlosspark im englischen Stil. Der Ort Poratz mit schönen alten Häusern liegt inmitten riesiger Laubwälder, umgeben von Seen, Brüchen und Vogelschutzgebieten. Bei Peetzig erleben Sie die „Märkische Streusandbüchse“. Entlang des herrlichen Uferpfades am Wolletzsee gelangen Sie am Abfluss der Welse auf einen urigen Sumpf- und Auenwald und erreichen bald Angermünde. Für Literaturfreunde ist die gesamte Wanderung quer durch die Uckermark eine Tour von Hans Fallada zu Ehm Welk. Quartier in Angermünde.

6. Tag: Angermünde - Criewen - ca. 25 km

Auf den letzten beiden Etappen bis nach Schwedt wartet noch ein besonderer Höhepunkt auf Sie - die Wanderungen durch den beeindruckenden Nationalpark Unteres-Odertal mi seinen weiten naturbelassenen Flussauen. Genießen Sie den Blick von den Wallanlagen um den Stolper Turm in die Niederung der Oder. Flach bis zum Horizont liegen die Auenwälder, von vielen Flussaltarmen durchzogen, vor Ihnen. Eine Landschaft, die Ruhe ausstrahlt. Der Turm, nach einer Sage auch Grützpott genannt, ist das Wahrzeichen des zu Angermünde gehörenden Dorfes. Quartier bei Criewen.

7. Tag: Criewen - Schwedt/Oder - ca. 12 km

Hier im Nationalpark Unteres Odertal bildet die Oder die letzte, im Wesentlichen noch intakte Flussaue Europas. Altarme, Schilfröhricht und Auwald prägen die Landschaft und bilden ein Paradies als Brut-, Rast- oder Überwinterungsplatz für Wasservögel. Jede Jahreszeit bietet Naturerlebnisse ganz besonderer Art. Im September sammelt sich eine große Anzahl von Kranichen zu einem ganz besonderen Naturschauspiel. Eine kürzere Wanderung zum Abschluss, so bleibt Zeit, im Gutspark von Criewen das Nationalparkbesucherzentrum zu besuchen. Quartier bei Schwedt.

8. Tag: Abreise von Schwedt/Oder

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