Mit Volldampf ins Zittauer Gebirge
Wanderungen auf dem
OBERLAUSITZER BERGWEG
von Zittau bis Bautzen

Mit Volldampf ins kleinste deutsche Mittelgebirge - mit der Schmalspurbahn nach Oybin


Das Oberlausitzer Bergland
- bizarre Felsformationen mit malerischen Tälern
Erlebnisreiche Wanderungen zum Hochwald (749 m), zur Lausche (793 m) und dem Kottmar (583 m) mit der Spreequelle
Alte Volksbauweise der „Umgebindehäuser“ in Oybin, Jonsdorf, Großschönau
Zittau - Stadt im Dreiländereck mit denkmalgeschützter Altsstadt
Burg & Kloster Oybin - zauberhafte Begegnung mit Gotik & Romanik
Bautzen - mittelalterlich geprägte Altstadt, Sorbisches Museum & Ortenburg

OBERLAUSITZER BERGLAND - ZITTAUER GEBIRGE

Seit 1890 verkehren täglich nach Fahrplan Züge der Zittauer Schmalspurbahn zwischen der Stadt Zittau und den seit jeher beliebten Ausflugorten Kurort Jonsdorf und Kurort Oybin. Bei Ihrer Fahrt mit der Zittauer Schmalspurbahn erleben und genießen Sie das idyllische Zittauer Gebirge auf eine besondere Art und Weise.
Sie erwartet eine vielgestaltige Mittelgebirgslandschaft mit granitenen Bergrücken, vulkanischen Kuppen, markanten Sandsteinfelsen und malerischen Tälern in einer Höhenlage von bis zu 800 m. Auf den Tageswanderungen erreichen Sie die Berge Hochwald, die Lausche, Töpfer und natürlich den Berg Oybin mit dem gleichnamigen Kloster. Von den Gipfeln eröffnen sich großartige Fernsichten auf reizvolle Berglandschaften in das benachbarte böhmische Bergland bis hin zum Iser- und Riesengebirge. Der Oberlausitzer Bergweg führt von Zittau über ca. 115 km bis in den Töpferort Neukirch, er ist ein Teilstück des bekannten Fernwanderweges E3. Sie werden in der zwischen den grünen Ufern der Mandau und Neiße liegenden Stadt Zittau starten und über den Kottmar mit der Spreequelle, bis zum Valtenberg bei Neukirch, dem Zentrum des Oberlausitzer Töpferhandwerks, dem Oberlausitzer Bergweg folgen. Am letzten Tag Ihrer Reise wandern Sie im Tal der noch recht „jungen“ Spree bis in die „Hauptstadt“ der Oberlausitz, ins tausendjährige Bautzen, das politische und geistig-kulturelle Zentrum der Sorben.
In der Region Ihrer Wanderreise findet man viele Einzelberge, die mit ihrer markanten Silhouette die Höhenzüge des Oberlausitzer Berglandes überragen. Im Osten fallen besonders Kegelberge und Kuppen vulkanischen Ursprungs auf, die sich aus Hochflächen oder weiten Talbecken erheben. Das Sandsteingebiet des Zittauer Gebirges bildet den südöstlichen Abschluss und macht mit seinen fabelhaften Sandsteinfelsen und urwüchsiger Natur den besonderen Reiz des kleinsten deutschen Mittelgebirges aus.
Sie werden auf Ihren Tagestouren dieses wundervolle Bergland mit seinen an Umgebindehäuser reichen Dörfern kennen lernen.


Entdecken Sie auf „Schusters Rappen“ eine idyllische Landschaft, das Wanderparadies:
OBERLAUSITZER BERGLAND - ZITTAUER GEBIRGE

In unserem Programm finden Sie noch zwei weitere Reisevarianten für den Oberlausitzer Bergweg:
Besuch bei Gräfin Cosel - Auf dem Oberlausitzer Bergweg von Zittau über Burg Stolpen bis nach Dresden - Reise Nr. 25.D
Kuhstall-Tour - Auf dem Oberlausitzer Bergweg von Zittau durch die Sächsische Schweiz bis nach Bad Schandau - Reise Nr. 25.BS

Reiseverlauf - Wandern ohne Gepäck - Änderungen vorbehalten!

1. Tag: individuelle Anreise nach Zittau

Gern buchen wir für Sie eine frühere Anreise, wenn Sie zusätzliche Tage in Zittau verbringen möchten. Übernachtung in Zittau.

2. Tag: Zittau - Oybin - Lückendorf - ca. 10 km

Sie starten Ihren Wandertag in der südöstlichsten Stadt Deutschlands nach einem kurzen Spaziergang zum Bahnhof mit einer Bahnfahrt auf der Schmalspurbahnstrecke von Zittau nach Oybin. Seit 1890 verkehrt die „Bimmelboahne“, wie sie von den Einheimischen genannt wird, zwischen Zittau, Olbersdorf, Jonsdorf und Oybin.
Der Kurort Oybin (1100 Einwohner) ist der traditionsreichste Ferienort der Oberlausitz. Schon für die sächsischen Könige war Oybin zu jeder Zeit ein beliebtes Ausflugsziel. Sie laufen vorbei an der kleinen Bergkirche hinauf auf den Berg Oybin. Das einem Bienenkorb ähnelnde Sandsteinmassiv inmitten des Oybiner Tales wird von den Ruinen einer sagenumwobenen Burg- und Klosteranlage gekrönt. Es erwarten Sie faszinierende Eindrücke mit der kleinen, historischen Bergkirche am Bergaufgang, der Ritterschlucht, mit Burgmuseum, Klostergrüften, dem Bergfriedhof aus dem 16. Jahrhundert, dem Berggasthof und herrlichen Aussichten vom Bergringweg.
Durch das Tal wandern Sie zur Teufelsmühle und steigen dann über die Oybinaussicht hinauf zum Töpfer (582 m) mit Böhmischer Aussicht. Auf der Großen Felsengasse, deren Klettergipfel klangvolle Namen tragen: „Abt“, „Satanskopf“, „Mönchswand“ oder „Kastenturm“, gelangen Sie hinüber zur nächsten faszinierenden Felsengruppe - den Scharfenstein (569 m). Von der auf Stufen zu erklimmenden Aussicht kann man das Oybiner Tal gut überblicken. Sie erreichen den Luftkurort Lückendorf und finden am Ortsausgang mit schönem Blick auf den Hochwald Ihr Quartier.

3. Tag: Lückendorf - Jonsdorf - Großschönau - ca. 20 km

Heute ist ein gutes Frühstück wichtig, denn gleich zu Beginn der Tagestour führt der Weg vom kleinsten Ort des Zittauer Gebirges, Lückendorf, durch das Oybiner Kammloch hinauf auf den Aussichtsberg Hochwald (749 m) mit dem Hochwaldturm. Hier haben Sie wieder herrliche Ausblicke bis tief hinein in das Böhmische Mittelgebirge mit seinen markanten Kegelbergen. Auf dem „Ulmensteinweg“, vorbei an der „Alten Rodelbahn“, wandern Sie hinunter in den Ortsteil Oybin-Hain, wo bereits 1561 die ersten Gärten angelegt wurden. Ihr nächstes Ziel, den Kurort Jonsdorf mit über 230 denkmalgeschützten Umgebindehäusern, erreichen Sie über die „Alte Leipaer Straße“, eine mittelalterliche Handelsstraße. Sie verlassen kurz den Oberlausitzer Bergweg, um sich die bizarren Sandsteinformationen in der Jonsdorfer Felsenstadt anzuschauen. Bald erreichen Sie das beliebte Klettergebiet der Nonnenfelsen mit Klettersteig, Berggasthof und schöner Aussicht auf Jonsdorf. Die Tour führt Sie zurück auf den Oberlausitzer Bergweg, Sie machen einen Schwenk über den Sonneberg (627 m), von dem Sie eine herrliche Sicht hinab auf Waltersdorf haben. Vom Waltersdorfer Pass, der bereits 1418 genannten „Wache“, führt der Weg hinauf zur höchsten Erhebung in der Oberlausitz, der Lausche (793 m). Für Ihre Anstrengung werden Sie mit einer überwältigenden Aussicht belohnt. Auf dem Kammweg, unmittelbar an der Grenze entlang, laufen Sie hinüber auf den Weberberg (712 m) und steigen dann wieder hinab ins „Pilzdörfel“ Herrenwalde. Übernachtung bei Großschönau.

4. Tag: Großschönau - Eibau - ca. 18 km

Die Tour startet in Großschönau (6.200 Einwohner) im Mandautal mit dem einmaligen Ensemble von Umgebindehäusern. Über den Hutberg (371 m) verlassen Sie den Ort und wandern durch den Hofebusch weiter bis zum Weißen Stein, auch „Karasekhöhle“ genannt, ein 6 m hoher Quarzitfelsen. Wie der Volksmund berichtet, hat der Räuberhauptmann Karasek hier gehaust, ein „edler Räuber“, der den Reichen nahm und den Armen gab. Sie durchqueren Spitzkunnersdorf und sehen schon von weitem den Großen Stein (471 m). Die höchste Klippe des Berges ermöglicht eine eindrucksvolle Aussicht auf das umliegende Bergpanorama. Der Weg führt durch den Leutersdorfer Ortsteil Sorge und Sie gelangen bald zu den Bleichteichen, wo einst das Garn zur Herstellung von Leinen- und Baumwollstoffen gebleicht wurde. Nun ist es nicht mehr weit bis zum heutigen Tagesziel, der Gemeinde Eibau (3.700 Einwohner) mit ihren in der Umgebindebauweise errichteten stattlichen Faktorenhäusern. Übernachtung bei Eibau.

5. Tag: Eibau - Kottmar - Spreequelle - Beiersdorf - ca. 27 km

Es geht hinauf zur lang gestreckten Kuppe des Kottmar, ein viel besuchtes Ausflugsziel der Oberlausitz. Auf dem Bergplateau haben Sie eine fantastische Aussicht auf die Berge der Oberlausitz. Bevor es hinab nach Ebersbach geht, sollten Sie die höchstgelegene der drei Spreequellen am Kottmar besuchen. Von hier aus erreicht die Spree nach 52 km Bautzen und nach 363 km Berlin. Auf der Höhe von Kottmarsdorf grüßt Sie aus der Ferne die 1843 errichtete Bockwindmühle. Ein Abstecher zu diesem technischen Denkmal ist lohnenswert. Der Weg führt durch den Wald des „Raumbusches“ bis zum schönen Rastplatz am „Alten Teich“, der zu einer wohltuenden Pause einlädt. Neben einer alten Bahnlinie und auf Waldwegen laufend, gelangen Sie zum Kuhberg und zu den Schmiedesteinen, von denen man einen schönen Blick zum Zittauer Gebirge hin hat. Vorbei am Halmeberg durch den „Großen Wald“ und über das „Flößchen“ wird die um 1200 als Waldhufendorf gegründete Gemeinde Beiersdorf erreicht. Quartier bei Beiersdorf.

6. Tag: Beiersdorf - Sohland - ca. 15 km

Sehr sehenswert ist in Beiersdorf die Dorfkirche von 1855, in der eine Vielzahl von Kostbarkeiten aus der alten Kirche zu bewundern sind. Der Weg führt bergauf zum Bieleboh (500 m), einem der schönsten Berge der Oberlausitz, mit fantastischer Sicht bis zum Isergebirge und es wird das kleine Dorf Picka erreicht. Auf schönen Waldwegen, die mehrfach bezaubernde Ausblicke gewähren, wandern Sie zu den Kälbersteinen, der westliche Ausläufer der Bielebohkette. Am kleinen Stausee vorbei und über die „Himmelsbrücke“ wandern Sie hinein nach Sohland - die ursprünglich 15 Ortsteile verhalfen dem Ort zu der volkstümlichen Bezeichnung: Dorf mit den „fuffzehn Zippeln“. Quartier bei Sohland/Wehrsdorf.

7. Tag: Sohland - Wehrsdorf - Neukirch - ca. 22 km

Vom Aussichtsturm an der Prinz-Friedrich-August-Baude eröffnet sich ein wundervoller Ausblick auf die Dächer von Sohland. Durch ein Waldstück gelangen Sie zum „Dreiherrenstein“, einer alten Grenzmarke und in das im Kalbachtal gelegene ehemalige Waldhufendorf Wehrsdorf - ein traditionsreicher Weberort mit vielen sehenswerten Umgebindehäusern Der letzte Abschnitt des erlebnisreichen Oberlausitzer Bergwegs führt vorbei am Gasthaus „Waldhaus“, alten Granitbrüchen und der Quelle der Wesenitz, ein Fluss der später bei Pirna in die Elbe fließt, hinauf auf den Valtenberg. Vom 14. bis ins 18. Jahrhundert wurde am Valtenberg in 40 Gold- und Silberberggruben nach dem begehrten Edelmetall gesucht. Heute steht hier oben auf dem Valtenberg der 1856 errichtete, 22 m hohe Aussichtsturm und eine Baude die zur gemütlichen Rast einlädt. Auf einem interessanten Waldlehrpfad erreichen Sie den Endpunkt vom Oberlausitzer Bergweg - das Zentrum des Oberlausitzer Töpferhandwerks - Neukirch. Quartier bei Neukirch oder Tautewalde.

8. Tag: Neukirch - Bautzen - ca. 23 km

Von Neukirch aus gehen Sie hinauf zu den Gickelshäuser auf dem Gickelsberg und wandern auf dem nördlichen Kammweg (Wanderweg Deutsche Einheit) zum Großen Picho 499 m mit der Pichobaude, nach Arnsdorf mit Marienbrunnen, Gasthaus Schöne Aussicht bei Sora und zur Teufelskanzel. Vom Gasthaus Jägerhaus führt der Weg hinab nach Obergurig, wo Sie auf der Böhmischen Brücke die Spree überqueren. Vorbei an der historischen Mühle wandern Sie im Spreetal weiter bis Bautzen - über Singwitz - Doberschauer Schanze - Preibischmühle Grubschütz - Alter Wall am Humboldthain. Quartier in Bautzen.

9. Tag: Abreise oder individuelle Verlängerung

Diese Wanderreise endet in Bautzen. Gäste die per Auto angereist sind haben gute Bahn-Verbindungen von Bautzen zurück nach Zittau.

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 2010-05-02