Besuch bei Gräfin Cosel
Wanderungen auf dem OBERLAUSITZER BERGWEG
von der Neiße in Zittau bis zur Elbe nach Dresden


Mit Volldampf ins kleinste deutsche Mittelgebirge
Fahrt mit der Schmalspurbahn von Zittau nach Oybin

Oberlausitzer Bergland - bizarre Felsformationen mit malerischen Tälern - erlebnisreiche Wanderungen zum Hochwald (749 m), zur Lausche (793 m) und dem Kottmar (583 m) mit der Spreequelle
Alte Volksbauweise der „Umgebindehäuser“ in Oybin, Jonsdorf, Großschönau
Zittau - Stadt im Dreiländereck mit denkmalgeschützter Altsstadt, Fleischerbastei mit Blumenuhr, Salzhaus (Marstall), Dornspachhaus
Burg & Kloster Oybin - zauberhafte Begegnung mit Gotik & Romanik
Burgstadt Stolpen - mittelalterliche Burganlage, viele Jahre Gefängnis für Gräfin Cosel, die in Ungnade gefallene Geliebte August des Starken
Radeberg - Schloss Klippenstein, schöne Bürgerhäuser und die bekannte Radeberger Exportbrauerei die auf ein Radeberger Pilsner einlädt
Dresden - Altstadtbummel mit Frauenkirche, Zwinger, Semperoper, Brühlsche Terrassen & Grünem Gewölbe…

Reiseverlauf - Wandern ohne Gepäck - Änderungen vorbehalten!

1. Tag: individuelle Anreise nach Zittau

Gern buchen wir für Sie eine frühere Anreise, wenn Sie zusätzliche Tage in Zittau verbringen möchten. Quartier in Zittau.

2. Tag: Zittau - Oybin - Lückendorf - ca. 10 km

Sie starten Ihren Wandertag in der südöstlichsten Stadt Deutschlands nach einem kurzen Spaziergang zum Bahnhof mit einer Bahnfahrt auf der Schmalspurbahnstrecke von Zittau nach Oybin. Seit 1890 verkehrt die „Bimmelboahne“, wie sie von den Einheimischen genannt wird, zwischen Zittau, Olbersdorf, Jonsdorf und Oybin.
Der Kurort Oybin (1100 Einwohner) ist der traditionsreichste Ferienort der Oberlausitz. Schon für die sächsischen Könige war Oybin zu jeder Zeit ein beliebtes Ausflugsziel. Sie laufen vorbei an der kleinen Bergkirche hinauf auf den Berg Oybin. Das einem Bienenkorb ähnelnde Sandsteinmassiv inmitten des Oybiner Tales wird von den Ruinen einer sagenumwobenen Burg- und Klosteranlage gekrönt. Sie erwarten faszinierende Eindrücke mit der kleinen, historischen Bergkirche am Bergaufgang, der Ritterschlucht, mit Burgmuseum, Klostergrüften, dem Bergfriedhof aus dem 16. Jahrhundert, dem Berggasthof und herrlichen Aussichten vom Bergringweg.
Durch das Tal wandern Sie zur Teufelsmühle und steigen dann über die Oybinaussicht hinauf zum Töpfer (582 m) mit Böhmischer Aussicht. Auf der Großen Felsengasse, deren Klettergipfel klangvolle Namen tragen: „Abt“, „Satanskopf“, „Mönchswand“ oder „Kastenturm“, gelangen Sie hinüber zur nächsten faszinierenden Felsengruppe - den Scharfenstein (569 m). Von der auf Stufen zu erklimmenden Aussicht kann man das Oybiner Tal gut überblicken. Quartier beim Luftkurort Lückendorf am Hochwald.

3. Tag: Lückendorf - Jonsdorf - Großschönau - ca. 20 km

Heute ist ein gutes Frühstück wichtig, denn gleich zu Beginn der Tagestour führt der Weg vom kleinsten Ort des Zittauer Gebirges, Lückendorf, durch das Oybiner Kammloch hinauf auf den Aussichtsberg Hochwald (749 m) mit dem Hochwaldturm. Hier haben Sie wieder herrliche Ausblicke bis tief hinein in das Böhmische Mittelgebirge mit seinen markanten Kegelbergen. Auf dem „Ulmensteinweg“, vorbei an der „Alten Rodelbahn“ wandern Sie hinunter in den Ortsteil Oybin-Hain, wo bereits 1561 die ersten Gärten angelegt wurden. Ihr nächstes Ziel, den Kurort Jonsdorf mit über 230 denkmalgeschützten Umgebindehäuser, erreichen Sie über die „Alte Leipaer Straße“, eine mittelalterliche Handelsstraße. Sie verlassen kurz den Oberlausitzer Bergweg, um sich die bizarren Sandsteinformationen in der Jonsdorfer Felsenstadt anzuschauen. Bald erreichen Sie das beliebte Klettergebiet der Nonnenfelsen, mit Klettersteig, Berggasthof und schöner Aussicht auf Jonsdorf. Die Tour führt Sie zurück auf den Oberlausitzer Bergweg, Sie machen einen Schwenk über den Sonneberg (627 m), von dem Sie eine herrliche Sicht hinab auf Waltersdorf haben. Vom Waltersdorfer Pass, der bereits 1418 genannten „Wache“, führt der Weg hinauf zur höchsten Erhebung in der Oberlausitz, der Lausche (793 m). Für Ihre Anstrengung werden Sie mit einer überwältigenden Aussicht belohnt. Auf dem Kammweg, unmittelbar an der Grenze entlang, laufen Sie hinüber auf den Weberberg (712 m) und steigen dann wieder hinab ins „Pilzdörfel“ Herrenwalde. Quartier bei Großschönau.

4. Tag: Großschönau - Eibau - ca. 18 km

Die Tour startet in Großschönau (6.200 Einwohner) im Mandautal, mit dem einmaligen Ensemble von Umgebindehäusern. Über den Hutberg (371 m) verlassen Sie den Ort und wandern durch den Hofebusch weiter bis zum Weißen Stein, auch „Karasekhöhle“ genannt, ein 6 m hoher Quarzitfelsen. Wie der Volksmund berichtet, hat der Räuberhauptmann Karasek hier gehaust, ein „edler Räuber“, der den Reichen nahm und den Armen gab. Sie durchqueren Spitzkunnersdorf und sehen schon von weitem den Großen Stein (471 m). Die höchste Klippe des Berges ermöglicht eine eindrucksvolle Aussicht auf das umliegende Bergpanorama. Der Weg führt durch den Leutersdorfer Ortsteil Sorge und Sie gelangen bald zu den Bleichteichen, wo einst das Garn zur Herstellung von Leinen- und Baumwollstoffen gebleicht wurde. Nun ist es nicht mehr weit bis zum heutigen Tagesziel, der Gemeinde Eibau (3.700 Einwohner) mit ihren in der Umgebindebauweise errichteten stattlichen Faktorenhäusern. Quartier bei Eibau.

5. Tag: Eibau - Kottmar - Spreequelle - Beiersdorf - ca. 27 km

Es geht hinauf zur lang gestreckten Kuppe des Kottmars, ein viel besuchtes Ausflugsziel der Oberlausitz. Auf dem Bergplateau haben Sie eine phantastische Aussicht auf die Berge der Oberlausitz. Bevor es hinab nach Ebersbach geht, sollten Sie die höchstgelegene der drei Spreequellen am Kottmar besuchen. Von hier aus erreicht die Spree nach 52 km Bautzen und nach 363 km Berlin. Auf der Höhe von Kottmarsdorf grüßt Sie aus der Ferne, die 1843 errichtete Bockwindmühle. Ein Abstecher zu diesem technischen Denkmal ist lohnenswert. Der Weg führt durch den Wald des „Raumbusches“ bis zum schönen Rastplatz am „Alten Teich“ der zu einer wohltuenden Pause einlädt. Neben einer alten Bahnlinie und auf Waldwegen laufend, gelangen Sie zum Kuhberg und zu den Schmiedesteinen, von denen man einen schönen Blick zum Zittauer Gebirge hin hat. Vorbei am Halmeberg, durch den „Großen Wald“ und über das „Flößchen“ wird die um 1200 als Waldhufendorf gegründete Gemeinde Beiersdorf erreicht. Quartier bei Beiersdorf/Oppach.

6. Tag: Beiersdorf - (Sohland) - Wehrsdorf - ca. 20 (14) km

Sehr sehenswert ist in Beiersdorf die Dorfkirche von 1855, in der eine Vielzahl von Kostbarkeiten aus der alten Kirche zu bewundern sind. Der Weg führt bergauf zum Bieleboh (500 m) - einem der schönsten Berge der Oberlausitz, mit phantastischer Sicht bis zum Isergebirge und es wird das kleine Dorf Picka erreicht. Auf schönen Waldwegen, die mehrfach bezaubernde Ausblicke gewähren wandern Sie zu den Kälbersteinen, der westliche Ausläufer der Bielebohkette. Am kleinen Stausee vorbei und über die „Himmelsbrücke“ wandern Sie hinein nach Sohland - die ursprünglich 15 Ortsteile verhalfen dem Ort zu der volkstümlichen Bezeichnung: Dorf mit den „fuffzehn Zippeln“. Vom Aussichtsturm an der Prinz-Friedrich-August-Baude eröffnet sich ein wundervoller Ausblick auf die Dächer von Sohland. Durch ein Waldstück gelangen Sie zum „Dreiherrenstein“, einer alten Grenzmarke und in das im Kalbachtal gelegene ehemalige Waldhufendorf Wehrsdorf - ein traditionsreicher Weberort mit vielen sehenswerten Umgebindehäusern Quartier bei Wehrsdorf (Sohland).

7. Tag: Wehrsdorf (Sohland) - Valtenberg  - Neustadt in Sa. - ca. 21 km

Der letzte Abschnitt des erlebnisreichen Oberlausitzer Bergwegs führt vorbei am Gasthaus „Waldhaus“, alten Granitbrüchen und der Quelle der Wesenitz, ein Fluss der später bei Pirna in die Elbe fließt, hinauf auf den Valtenberg. Vom 14. bis ins 18. Jahrhundert wurde am Valtenberg in 40 Gold- und Silberberggruben nach dem begehrten Edelmetall gesucht. Heute steht hier oben auf dem Valtenberg der 1856 errichtete, 22 m hohe Aussichtsturm und eine Baude die zur gemütlichen Rast einlädt. Auf dem Wanderweg Deutsche Einheit durch den Hohwald, vorbei an der Hochwaldschänke, dem Fischer Gedenkstein 1831,  Steinberg 510 m, Krügers Berg 434 m nach Neustadt in Sachsen.

8. Tag: Neustadt in Sa. - Burgstadt Stolpen - ca. 20 km

Strecke: Neustadt - Oberer Marktsteig (oder über Götzinger Höhe) - auf der Hohnsteiner Straße über die Bahnlinie - Lamprechtskreuz - Bockmühle - im Polenztal auf dem Karl Lampe Weg zur Scheibenmühle am Husitenstollen - von Heeselicht auf der Napoleonstraße vorbei am Läusehügel 353 m durch die Wüste Mark Luschdorf nach Stolpen. Quartier bei Stolpen.

9. Tag: Burgstadt Stolpen - Bierstadt Radeberg - ca. 24 km

Strecke: Stolpen - im Wesenitztal nach Helmsdorf - Dürrröhrsdorf-Dittersbach, Schloss & Kirche mit Silbermannorgel - durch den Karswald - Kleinwolmsdorf - Wallroda - auf dem Planeten Lehrpfad durch das Hüttlertal - Hüttlermühle - Schloss Klippenstein - Quartier bei Radeberg.

10. Tag: Bierstadt Radeberg - Dresden-Neustadt - ca. 20 km

Strecke: Radeberg - auf dem Flügelweg C zum Dachsenberg 280 m - Alte Acht - Heidemühle - durch das Prießnitztal - Kuschwanzbrücke - Schwedenbrücke - Kannenhenkelbrücke - Wettinbrücke - Prießnitz-Wasserfall - Nesselgrund - Todbrücke - Meschwitzruh - Kuttenbrücke - Kellerbrücke und durch den Prießnitzgrund nach Dresden. Quartier bei Dresden Neustadt.

11. Tag: Abreise oder individuelle Verlängerung - Diese Wanderreise endet in Dresden.


Auf dem Töpfer
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