Goethe-Weg
2. Teil: Die Brenner-Keschtn Tour
Von Innsbruck über den Brennerpass nach Südtirol


Innsbruck – Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Tirol (abgeleitet von Brücke über den Inn); zahlreiche Sehenswürdigkeiten: Kaiserliche Hofburg, Schloss Ambras; Bergisel Sprungschanze, Domkirche St. Jakob, Hofkirche mit dem Grabdenkmal Kaiser Maximilians I. - bedeutendstes Kaisergrabdenkmal Europas.
Brennerpass – verbindet Nord- und Südtirol, von Innsbruck im Inntal hinüber nach Sterzing (Vipiteno) im Eisacktal (Valle Isarco); ist mit seinen 1.374 m Meereshöhe der niedrigste Pass am Alpenhauptkamm der österreichischen Zentralalpen.
Südtirol – nördlichste Provinz Italiens; aufgrund der einzigartigen Lage an der Sonnenseite der Alpen verdankt es seine natürliche und kulturelle Vielfalt, z.B. der prämierte Südtiroler Wein, die Vielfalt an frischem Obst; die Erlebnis-Skigebiete, die Dolomiten.
Keschtnweg - auf dem Eisacktaler Kastanienwanderweg, auf der Spur der Edelkastanie, vorbei an gemütlichen Törggelstuben zum Rittner Hochplateau bis nach Bozen
Bozen - Landeshauptstadt Südtirols; Sehenswürdigkeiten: historische Altstadt mit Laubengasse; Rathausplatz - von alten Gebäuden mit schön dekorierten Fassaden im Rokokostil umgeben; Dom; alte Pfarrkirche von Gries, die den Flügelaltar des großen Meisters Michael Pacher birgt; Waltherplatz, mit dem Denkmal des Minnesängers Walther von der Vogelweide; Merkantilpalast - ständige Verkaufsausstellung von einheimischem Kunsthandwerk; Palais Campofranco; Wasserschloss Maretsch; Schloss Runkelstein; Haselburg.

Wander-Reise - Goethe- & Keschtnweg - Alpenquerung

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), der Dichterfürst der Weimarer Klassik, war ein begeisterter Naturforscher. Es gibt einige Wege, die Johann Wolfgang von Goethe zu Lebzeiten für seine Reisen genutzt und viele Hinweise in seinen Reisetagebüchern vermerkt hat. So entstanden rekonstruiert heutige Wanderwege, die heute als Goetheweg bezeichnet werden. Das heißt, „den“ Goetheweg gibt es nicht. Aber die eine oder andere Region in Europa freut sich heutzutage, vor Ort auf „Spuren“ des großen Dichters und Denkers aufmerksam zu machen. Goethes Reise nach Italien (1786) ist die wohl berühmteste der sogenannten Kavaliersreisen, wie sie unter jungen Adligen und Künstlern seinerzeit in Mode waren. Startend in Weimar, kam Goethe bis nach Sizilien und kehrte erst rund zwei Jahre später nach Deutschland zurück. Die erste große Hürde war die Überquerung der Alpen, ein damals doch recht beschwerliches Unterfangen.

Der Goethe-Weg

ist eine attraktive Route für Natur- und kulturbegeisterte Fernwanderer. Jeder normal trainierte Mensch schafft es, diese Tour zu erwandern und noch ausreichend Muße für die vielen historischen Sehenswürdigkeiten zu finden. Falls die Kraft mal nicht reichen sollte, gibt es spätestens alle 2-3 Stunden eine Ausstiegsmöglichkeit, ab welcher per Zug, Bus oder Taxi das nächste Etappenziel erreicht werden kann. Die Wanderkarte und ein Wanderführer werden Ihnen helfen, möglichst einfach den schönsten Weg zu finden, da der Goethe-Weg nicht separat mit einem Schild gekennzeichnet ist. Die Wege setzen sich aus einer Mischung von Wald- und Wiesenweg mit Schotterweg- und Asphaltstrecken zusammen. Manchmal gibt es mehrere Möglichkeiten, so dass landschaftlich schönere Varianten auch eine längere Wanderzeit erfordern.
Ab dem Brennerpass verläuft der Goetheweg dann häufig als kombinierter Fuß- & Radfernwanderweg durch das oft enge aber sehr schöne Tal der Eisack bis nach Bozen.

Keschtnweg - der Eisacktaler Kastanienwanderweg

Wir haben den Keschtnweg in Ihre Alpenüberquerung eingefügt, ein Panoramaweg der hoch über dem Tal der Eisack, bei Franzensfeste beginnt und auf bezaubernden Höhenwegen mit fantastischen Fernblicken, vorbei an gemütlichen Törggelstuben, übers Rittner Hochplateau bis nach Bozen führt.
Für Ihre Wanderung auf dem Keschtnweg haben wir etwas kürzere Etappen gewählt, damit Sie ausreichend Zeit finden, um die tollen Aussichten mit Besuchen in den urgemütlichen Törggelstuben und einem Bummel durch Brixen und Klausen zu verbinden.
Zählen Sie jedoch eher zu den sportlichen Wanderern und wünschen längere Etappen, so legen wir gern Etappen zusammen und machen aus den vier Wanderungen auf dem Keschtnweg, deren nur noch drei mit Übernachtung in Klausen.

Auch wir hoffen, dass Sie während der Alpen-Wanderungen auf dem Goethe-Weg ebensoviel Freude und Erlebnisse haben wie Johann Wolfgang von Goethe. Und - Sie müssen dabei auf den meisten der Wander-Etappen nur Ihr Tagesgepäck selbst tragen. Ihre Alpenüberquerung zu Fuß wird ein unvergessliches Erlebnis!

Reiseverlauf - 2. Teil - Wandern ohne Gepäck - Änderungen vorbehalten!

1. Tag: Anreise nach Innsbruck

Gern buchen wir für Sie eine frühere Anreise, wenn Sie zusätzliche Tage in der wunderschönen Umgebung von Innsbruck verbringen möchten. Übernachtung in Innsbruck. Bahnanschluss vorhanden.

2. Tag: Innsbruck – Igls - Patsch - ca. 16 km

Streckenverlauf: längere Anstiege in der Welt des Hochgebirges, die Überquerung des Alpenhauptkammes beginnt – Bergkuppe Natterer Boden & Natterer Seen - Igls: Ort mit Tiroler Charakter und internationalem Flair (900 m Seehöhe) – Jakobsweg. Übernachtung in Patsch.

3. Tag: Patsch – Pfons – Steinach am Brenner - ca. 20 km

Streckenverlauf: fast ebene Höhenwanderung mit nur kurzen Steigungen durch ursprüngliche Dörfer und mit wunderbaren Ausblicken – Matrei am Brenner mit reich verzierten Bürger- und Gasthäusern – Mühlen-Puig - barocke Pfarrkirche mit mächtiger Doppelturmfassade und neuromanischer Vorhalle in Steinach, Gerichtsgebäude (ehemaliges Jagdschloss Kaiser Maximilians), zahlreiche Weiler und Höfe. Übernachtung in Steinach.

4. Tag: Steinach am Brenner – Gries - Brenner - ca. 17 km

Streckenverlauf: Hochgebirgswanderung mit zum Teil kräftigen, kurzen Steigungen – der Brenner, der höchste Punkt Ihrer Fernwanderung ist in Reichweite; entlang der Wegstrecke erleben Sie unterschiedliche Gebirgswälder, hören das Kuhglockenläuten und sehen die beschwerliche Arbeit der Gebirgsbauern – Brennersee - Brenner auf der Grenze zwischen Österreich und Italien gelegen. Übernachtung in Brenner.

Ab dem Brennerpass

verläuft der Goetheweg dann häufig als kombinierter Fuß- & Radfernwanderweg durch das oft enge, aber sehr schöne Tal der Eisack bis nach Bozen. Auf dem unteren Abschnitt zwischen Waidbruck und Bozen (Blumau) wird die ehemalige Bahntrasse der Brennerbahn genutzt. Der Weg führt durch zahlreiche Tunnel (alle gut beleuchtet) und ist für Wanderer, Radler, Skater sowie Rollstuhlfahrer geeignet.

5. Tag: Brenner – Gossensaß – Sterzing - ca. 18 km

Streckenverlauf: nach mehrtägigen Anstiegen geht es fast nur bergab, man spürt das südliche Flair Italiens – „Südtirol-Feeling“ in Gossensaß mit holzvertäfelten Balkonen sowie mit Holzschindeln gedeckte und verkleidete Häuser - Sterzing mit einer wunderschönen Fußgängerzone, sehr individuellen Geschäften, vielen Cafés und Kneipen, viel Straßenleben; Zwölferturm (15. Jh.); Rathaus mit römischem Mithrasstein. Übernachtung in Sterzing.

6. Tag: Sterzing – Pfulters – Franzensfeste - ca. 25 km

Streckenverlauf: leichte Bergabwanderung entlang jahrhundertealter Schlösser und Burgen „Geschichte zum Anfassen“ (es gibt mehr als 800 Burgen in Südtirol) – Thumburg – Burg Reifenstein  - Burg Sprechenstein – Ruine Welfenstein – schöne Ausblicke auf die Sattelspitze (2650 m) & Rensenspitz (2475 m) sowie Etschenspitze (2430 m) & Sulzspitze (2680 m) – Sachsenklemme. Übernachtung in Franzensfeste.

7. Tag: Franzensfeste - Brixen - Feldthurns - ca. 18 km

Strecke: Vorbei am Franzensfester Stausee und der Franzensfeste (737 m) kommen Sie zum Vahrner See, wo der Keschtnweg beginnt, dem Sie nun bis in den Talkessel von Bozen folgen werden. Vahrn mit der Ruine Salern - Brixen - St. Cyrill - Zimmermandlhof - Pinzagen (806m) -  Rittner Höfe (856 m) oberhalb von Payrdorf - Saderhof (901 m) - Gfaderhof in Tötschling (920 m) - Wöhrgraben - Wöhrmann (890 m) - Quartier bei Feldthurns

8. Tag: Feldthurns  - Klausen - Barbian - ca. 16 km

Strecke: Feldthurns - Schloss Velthurns (856 m) - Laurentius- und Antoniuskirchl - Radoarhof (850 m) - Moar zu Viersch –  Pardell (775 m) - Kloster Säben – Klausen - Muttnerhof – Moar in Ums – Villanders – Dörfl St. Moritz (780 m) mit der Kirche zum Hl. Mauritius und den Törggele-Höfen - Quartier bei Barbian.

9. Tag: Barbian - Klobenstein-Ritten - ca. 17 km

Strecke: Barbian - Barbianer Wasserfall am Ganderbach -  Weiler Saubach (832 m) - gotische Kirche S. Ingenuin - Pennhof - Rosenbach/Dicktelegraben (760 m) - Rotwand - Penzlhof - Braun Hof (850 m) - Hügelkirche St. Andreas  - Frankner Hof (898 m) - Finsterbachgraben (900 m) - Schmalaich (950 m) - Rieser (888 m) - Rielinger Hof  - Ruine Stein und durch das Feuersalamandertal  nach Unterinn (899 m). Quartier bei Klobenstein-Ritten.

10. Tag: Klobenstein-Ritten - Bozen - ca. 17 km

Strecke: Klobenstein-Ritten - Unterinn – malerische Ortschaft Signat – Katzenbachtal – hier beginnt der Abstieg in den Bozner Talkessel - GJausenstation Ploner – St. Peter –

Schloss Runkelstein - am Ufer der Talfer, vorbei an Schloss Klebenstein  und Schloss Maretsch hinein nach Bozen. Quartier bei Bozen.

11. Tag: Abreise oder Verlängerung

In Bozen endet unser zweiter Teil vom Goethe-Weg.
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